„Cui bono? Wenn Kleinkinder zur Zielgruppe werden"

Shownotes

Empfehlungen & Leitlinien WHO – Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 (2019):⁠ https://www.who.int/publications/i/item/9789241550536⁠ ÖGKJP / ÖGKJ – Gemeinsame Stellungnahme „Mediennutzung und -konsum bei Kindern und Jugendlichen" (2021, PDF):⁠ https://oegkjp.at/parirof/2023/03/2021-05-07-OeGKJOeGKJPStellungnahmeMediennutzungSmartphones.pdf⁠ Sauseng et al. (2017) – „Empfehlungen zur Regulierung von Bildschirmzeiten im Kindes- und Jugendalter", Monatsschrift Kinderheilkunde (Zusammenfassung der ÖGKJ):⁠ https://www.kinderaerzte-im-netz.at/news-archiv/artikel/news/oesterreichische-kinder-und-jugendaerzte-geben-empfehlungen-zum-mediengebrauch/⁠

Nutzungszahlen Österreich Saferinternet.at / IFES – „Die Allerjüngsten und digitale Medien" (2020):⁠ https://www.saferinternet.at/news-detail/studie-72-prozent-der-0-bis-6-jaehrigen-im-internet⁠

Nutzungszahlen Deutschland miniKIM-Studie 2023 (mpfs) – Übersichtsseite:⁠ https://mpfs.de/studie/minikim-2023/⁠ miniKIM-Studie 2023 – Volltext (PDF, barrierearm):⁠ https://mpfs.de/app/uploads/2025/01/miniKIM-2023PDFbarrierearm.pdf⁠

Was sagt die Forschung? Bent Freiwald / Krautreporter – „Wie sehr schaden Bildschirme kleinen Kindern?":⁠ https://krautreporter.de/kinder-und-bildung/6253-wie-sehr-schaden-bildschirme-kleinen-kindern⁠ Florida Atlantic University & Aarhus University – Dänische Studie (546 Kinder, unbeaufsichtigte Bildschirmzeit), erschienen in Research on Child and Adolescent Psychopathology:⁠ https://www.fau.edu/newsdesk/articles/unsupervised-screen-time⁠

EdTech-Markt „EdTech for Early Childhood Market" – Marktreport (13,4 Mrd. USD 2024 → 55,6 Mrd. USD 2034):⁠ https://market.us/report/edtech-for-early-childhood-market/⁠ Khan Academy Kids:⁠ https://learn.khanacademy.org/khan-academy-kids/⁠ ABCmouse:⁠ https://www.abcmouse.com/⁠

Medienpädagogik & Praxis

BLIK-Projekt, JKU Linz (1999–2020):⁠ https://pils.biz/blik

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00:00:00: Hallo Marlene!

00:00:01: Hallo Max.

00:00:02: Herzlich willkommen zu Kopf hoch.

00:00:05: Technologien im Griff und nicht im Weg.

00:00:08: Eine weitere Episode, wir haben jetzt die Episode wo es um ein Thema geht wo wir uns dem eigentlich in der Podcast-Episode gemeinsam annähern um dann zu entscheiden macht Sinn da jemanden einzuladen der von außen Perspektive einbringt.

00:00:26: Und heute geht's um welches Thema?

00:00:28: Heute geht es um die Mediennutzung von ganz kleinen Kindern, also von null bis sechsjährigen.

00:00:36: Also bis zur Volksschulzeit, Kleinkinder, Vorschulkinder... Wir haben uns ja jetzt in den letzten Episoden überwiegend mit älteren Kindern beschäftigt die schon in der Schule waren, die noch älter sind und jetzt möchten wir uns mal den ganz kleinen zuwenden.

00:00:58: weil also das darf man gar nicht unterschätzen.

00:01:01: Da wird die Medienzeit ja immer länger dehnt sich immer alles ein bisschen aus Die ganzen Empfehlungen dazu ändern sich auch laufend.

00:01:14: Ja finde ich sehr spannend uns mal das anzuschauen Und natürlich auch was meines ich, dass ich gerade bin da mittendrin.

00:01:20: Also meine Tochter ist jetzt zwei Jahre alt die Jüngste.

00:01:24: Das heißt du hast sozusagen aus persönlicher Erfahrung und grundsätzlich ist es ja so oder beim Herfahren heute hab' ich mir noch gedacht... Ich habe eine Podcast-Episode wieder von Karl Newport dem amerikanischen Wissenschaftler gehört und wo's genau um diese Themen geht, bin nicht vor meinem Smartphone abhängig ein.

00:01:49: Und da ging es halt auch, sozusagen genau um diese Themen.

00:01:51: sollen wir Social Media verbieten.

00:01:52: Sollen wir es als sozusagen gefährlicher Substanz behandeln und so weiter also das Smartphone als solches.

00:01:59: Und interessanterweise kam mir da beim Autofahren, als ich das so gehört habe der Gedanke warum ist es eigentlich relevant dass auf einmal von null bis sechs Jahren dieses Thema jetzt sozusagen überhaupt ein Thema ist?

00:02:11: Man würde sagen naja Früher war es, so zu sagen... oder früher.

00:02:17: Oh Gott!

00:02:17: Wir müssen ein bisschen jetzt aufpassen zu romantisieren.

00:02:20: Ja, früher.

00:02:22: Früher waren das besser.

00:02:24: Je mehr früher war alles gut, desto mehr... So zu sagen?

00:02:28: Egal.

00:02:29: Da wollen wir nicht hin.

00:02:30: Genau.

00:02:31: Ich glaube aber die Eigengebung, die ich da hatte, war ... Die Frage, die sich da herstellt ist Kui Bono.

00:02:41: Also wen bringt's was?

00:02:42: und Interessanterweise würde ich dann sofort in meiner beruflichen Perspektive sagen, naja es ist ja Zielgruppen Erweiterung.

00:02:49: Es ist ja sozusagen eine Möglichkeit Wachstum zu erzeugen wo ich im Prinzip schon ganz viele Leute auf so einem Gerät hab und mir die Frage stellen muss aus Sicht der Plattformbetreiber wen kann ich eigentlich noch erreichen den ich bisher noch nicht erreicht habe?

00:03:03: Und jetzt sind wir halt bei dem Thema dass da eine aus meiner Sicht Zielgruppe angesprochen wird wo besondere Schutzbedürfnisse gelten, weil es Voraussetzungen gibt wo ich sagen würde da ist es dann keine individuelle Diskussion mehr.

00:03:20: macht's mich abhängig oder nicht deshalb auch die Eingebung während dieser Folge sondern eher.

00:03:25: Es gibt grundsätzliche Entwicklungsstadien im Personwerden oder sozusagen aufwachsen wo ich glaube dass sich völlig egal wie ich vielleicht Voraussetzungen habe, körperliche Voraossetzung, biologische Voraussetzungen und so weiter.

00:03:41: Ob ich dann eine Abhängigkeit entwickle in der Smartvernutzung des bei Kindern von, sagen wir mal null bis zwei Jahren eine Sache ist, wo ich sage selbst bei null bis sechs, bei null- bis zehn Jahren wahrscheinlich?

00:03:51: Ja!

00:03:52: Da gibt es so viele Gemeinsamkeiten in der biologischen Entwicklung und in der Evolution von dem Wasser hier durchlaufen muss das es überhaupt mal in der Lage ist zu entscheiden.

00:04:04: Kann ich jetzt das nutzen, ist es etwas was mir gut tut oder nicht?

00:04:08: Dass ich glaube dass da einfach ganz besondere Regeln herrschen müssen wie ich mit dem Thema Smartphone und Bildschirme generell umgehe.

00:04:15: Ja.

00:04:15: Und das Interessante ist ja ich kann mich hier aus meiner eigenen Kindheit erinnern anektotisch bevor man sozusagen in deine wieder sehr ausführlich vorbereitete Folge.

00:04:23: also vielen Dank dafür.

00:04:24: Natürlich!

00:04:27: Also wirklich gut recherchiert was du davor bereitet hast dass wir uns überhaupt unterhalten können.

00:04:31: also wirklich danke dafür.

00:04:32: Sehr gerne Wir waren als Familie in Italien, wo wir vielleicht so, keine Ahnung zwischen sechs und zwölf Jahren immer wieder in Italie waren.

00:04:43: Mein Bruder und ich.

00:04:45: Und ich kann mich noch erinnern nur das kennt glaube jeder der schon mal in Italiene war.

00:04:47: aber in den Bars wo die Bildschirme hängen, wo die Fußballspiele laufen oder Kartons laufen bei uns lief immer Roadrunner und Coyote dieser berühmte Warner Brothers Comic.

00:04:57: Es war faktisch unmöglich in dieser Bar was anderes zu tun als diesen Comic anzuschauen während man Also es war bar.

00:05:03: Sie sagten so, wir waren nicht mit sechs Jahren in einer Bar mit der Eltern, sondern wir

00:05:07: waren... Ja und die Tallinn ist schnell mal ein Bar.

00:05:08: Genau!

00:05:08: Es ist eine Bar wo man draußen sitzt und das ist irgendwie gutes Lebensgefühl.

00:05:13: Man hat irgendwie Spaß und unterhält sich und la-la-la und so.

00:05:16: Und die Erwachsenen ... es ist alles sehr ... Die Kinder laufen auch da rum und sowas.

00:05:20: Aber interessanterweise ab dem Moment, wo in so einer Eisdiele einen Bildschirm hängt gucken alle auf diesen Bildschirmen.

00:05:26: Und es ist wahnsinnig schwer sich davon zu lösen, dass man dann eigentlich in eine andere Interaktion tritt mit selbst jemanden der direkt am Tisch sitzt.

00:05:36: Es fällt mir ja hier zum Beispiel auch schon auf.

00:05:38: es ist wahnsinnig schwer sich nicht die ganze Zeit eigentlich wenn wir uns unterhalten wie die Laptops vor uns haben nicht ständig auf den Bildschirm zu gucken muss ich immer wieder daran erinnern ach komm wir reden ja miteinander und jetzt haben wir halt diesen Effekt aus meiner Sicht halt übersetzt auf ein mobiles Gerät, wo dieser Effekt den ganzen Tag da ist.

00:05:58: Wo ich eigentlich die ganze Zeit Willenskraft aufbringen muss sie mich davon wegzubringen und speziell bei den Kindern, die einfach diesen Kontext nur nicht kennen von wie es anders sein könnte... Es ist umso wichtiger dass sich da konkrete Spielregeln schaffen.

00:06:09: Wie

00:06:10: ich damit umgehe.

00:06:12: Aber wollen wir vielleicht mal direkt reingehen in die Themen, die du mitgebracht hast?

00:06:16: Wir haben ja als ersten Punkt die WHO oder Empfehlungen.

00:06:19: Also sozusagen gibt es Institutionen, die Bildschirms Zeiten empfehlen?

00:06:23: Ja, es gibt natürlich Empfellungen für die Bild-Schirmszeit weil wie du vorhin gesagt hast Kinder sind natürlich also da gerade in dem Alter total abhängig von dem was die Eltern entscheiden ist ja logisch immer so ein zweijähriges Kind natürlich.

00:06:33: Klopp.

00:06:35: Irgendwann geht's dann mal hin und nimmt sich das und will das schauen weil hat teilweise auch schon seine Suche da ist.

00:06:41: aber diese Empfehnungen richten sich ganz, ganz stark und sind auch echt wichtig an die Eltern.

00:06:47: Und das wird natürlich immer wieder neu verhandelt.

00:06:51: also du merkst dann natürlich dass das ändert sich alles es wird teilweise einfach intensiver und dann merkst du auch wieder eine WHO oder eine Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie das auch wieder ändern muss.

00:07:04: Also jetzt gerade ist die Empfehlung von der WHO für Kinder von null bis zwei Jahren absolut gar keine Bildschirmzeit.

00:07:13: ab zwei dann maximal sechzig Minuten und was halt immer gesagt wird, immer in Begleitung.

00:07:20: Sechzig minuten pro tag?

00:07:23: Wenn man es so liest kommt ja mir schon viel vor ne?

00:07:25: Ja es kommt einem viel vor!

00:07:26: Und in der Realität ist das nicht soviel.

00:07:28: wenn ich irgendwie Dinge neben den Kindern machen muss wie kochen...

00:07:31: Na du bist schnell mal!

00:07:31: Telefonieren... Aber du sollst dir ja nicht weil du solltest dir daneben sitzen.

00:07:34: Weil du solltest danebensitzen, dass wir uns gemeinsam gucken.

00:07:37: Was halt das Spannende ist, weil natürlich also.. Das ist ja eigentlich so Gedacht also oder so design.

00:07:44: Also auch ganz viele Angebote, dass du einfach dein Kind davor parken kannst und dass du nebenbei was machst.

00:07:48: Das ist ja oft die Vorstellung.

00:07:50: Und ich finde es auch voll okay.

00:07:51: Es ist wirklich überhaupt... Es

00:07:55: sind eine Realität

00:07:56: wie viele

00:07:56: Eltern kennen, die erstens ökonomische Einflüsse hat wo ich sage hey wenn beide arbeiten und gestresst sind.

00:08:04: Ich kann meine Kinder nur im Kopf setzen während ich andere Dinge mache und dabei arbeiten gehen muss halt sozusagen der Beschäftigung schaffen und wenn das Dorf als solches in seiner Struktur mit allen vorn Nachteilen dies hatte, aber einfach nicht mehr da ist wo die Kinder alleine raus können oder irgendwas machen oder jemand andere aufpasst dann brauche ich irgendwie Beschäftigungen für die Kinder.

00:08:24: Wenn ich andere Dinge mache.

00:08:25: Genau!

00:08:25: Aber in einer idealen Welt sitzt du neben deinem Kind während es eine Serie schaut oder was konsumiert.

00:08:32: ja also in Österreich ist die Empfehlung ein bisschen abgewandelt aber die orientieren sich auch an der WHO.

00:08:37: Die sagen eher Säuglinge bis zwölf Monate, natürlich Nullbildchenzeit.

00:08:41: Bis zwei Jahre steht dann da wieder maximal sechzig Minuten auch in Begleitung und dann geht es auch so weiter.

00:08:48: Maximalsechzig-Minuten ... ja.

00:08:51: Und in Deutschland sind sie ein bisschen strenger.

00:08:54: oder sagen Sie bis drei gar keine Medienzeit?

00:08:58: Drei bis sechs Jährige sollen maximal fünfundvierzig Minuten schauen und sechs bis neunjährige auch nur maximal sechszig Minuten.

00:09:06: Das habe ich dann ganz spannend gefunden.

00:09:08: Interessant, wo der kulturelle Bruch herkommt weil es ja doch sozusagen zwei sehr vergleichbare Länder sind.

00:09:16: Weil das hier jetzt aufsteht, Social Media-Verbot.

00:09:18: Das eine ist Medienzeit, das andere ist die Qualität dieser Medienzeit.

00:09:23: Also was anderes wenn ich gemeinsam filmen schaue und darüber rede als wenn ich sage hier kennt TikTok viel Spaß.

00:09:31: Unterscheiden diese Empfehlungen Hinsichtlich der Qualität der Medienzeit oder wird das einfach über einen Kamm geschert und man sagt Medienzeit?

00:09:39: Also ich hätte jetzt nichts gefunden, dass da jetzt unterschieden wird.

00:09:43: Ich glaube da meint man einfach ganz klassisch die Bildschirmzeit.

00:09:48: Das ist immer die große Frage wie viel Bildschirms Zeit?

00:09:50: es ist egal was das ist ob jetzt Tablet Fernseher Smartphone das wird dann nicht wirklich thematisiert.

00:09:57: also die qualitative Einteilung ist dein Kind glotzt auf ein Bildschimm

00:10:02: Genau

00:10:04: Wie was es da tut, ist mal unabhängig.

00:10:06: Das ist

00:10:07: uns wurscht!

00:10:11: Okay interessant auch du hast safer internet dabei Befragung, vierhundert Eltern.

00:10:18: Wir haben schon mal ganz vor dem Vorgespräch kurz über das Thema Befragen geredet.

00:10:21: Also was ist bei Safer Internet mit dieser Befragerung?

00:10:24: Was kam daraus?

00:10:25: Das ist natürlich jetzt schon eine ältere Befrage und es sind für Österreich so diese ja eigentlich die einzigen Zahlen, die du für jetzt unter sechs Jahre gehast, was die Bildschirmen-Nutzung betrifft.

00:10:36: Und das ist aus dem Jahr zwanzig zwanziger, also jetzt hat sich sicher einiges getan aber... Damals war schon, und ich finde die Zahl wirklich spannend, seventy-two Prozent der null bis sechsjährigen nutzen Internetwegegeräte zumindest gelegentlich.

00:10:52: Ja

00:10:53: Also ja das ist ein seventy-fünf Prozent Das ist nicht wenig, die eigentlich regelmäßig damals schon mit Geräten zu tun hatten.

00:11:06: Was heißt gelegenlich?

00:11:07: Heißt so zweimal die Woche dreimal die woche weiß man auch nicht genau.

00:11:10: Weißen wir auch nicht.

00:11:11: Aber sozusagen ist es krass.

00:11:13: Es ist einfach eine Mehrheit der Kohorte

00:11:20: und das ist jetzt sicher auch mehr, also aus Deutschland gibt's ein bisschen aktuellerer Studie aus dem Jahr zwanzig dreißig.

00:11:27: da ist es auf jeden Fall mehr geworden dass vor allem auch Das haben wir da genau die Zeit.

00:11:35: Also, siebenundsechzig Minuten pro Tag beschäftigen sich... also beschäftigen Sie sich, das sage ich blöd gesagt.

00:11:42: Sechszehntzig Minuten Pro Tag sitzen Kinder vor einem

00:11:45: Screen.

00:11:48: Ja.

00:11:51: Beim Thema Befragungen.

00:11:52: Wir haben ja vorher kurz darüber geredet.

00:11:53: Das Interessante ist bei dem Thema Befrugung dass die Indirektheit der Methode oft bedeutet, dass es so ein verzerrtes Bild gibt zwischen der eigenen Beobachtung meiner Realität und dem wie es tatsächlich ist.

00:12:09: Es gibt ein ganz gutes Buch dazu, das heißt er hat auch so bisschen reißerischen Titel, die ja ein bisschen problematisch ist aber es sind halt nicht sehr sehr sauber gearbeitet.

00:12:17: das heißt Big Tech muss weg und große Leseempfehlung weil sie einfach sehr eindrücklich zeigt wo wir also wem wir da eigentlich unsere Aufmerksamkeit anvertrauen?

00:12:31: Der Autor hat eine Digitalagentur und ich glaube, nagel mich nicht fest.

00:12:38: Aber ich glaube er ist Sozialpsychologe und er hat anstatt Leute zu befragen, gemessen wie sie die Zeit im Internet verbringen.

00:12:48: Weil die Politikerinnen haben das Thema, sie kriegen Befragungen vorgelegt, Mediennutzung.

00:12:52: was machen Sie so im Alltag?

00:12:53: Ich schaue Radio!

00:12:55: Ich höre Radio, ich schau Fern, ich lese Zeitung... Ich informiere mich auf vielen verschiedenen Medien, es ist meistens die Antwort, die dann kommt Und ich glaube auch, dass die meisten Leute das glauben und dass sie das tun.

00:13:06: Ja!

00:13:08: Er war aber misstrauisch und hat sozusagen, ich glaube es, sechzehntausend oder sechzigtausend Probandinnen, also ein großes Sample über sehr lange Zeit... Ich weiß, ich habe die Zahlen nicht im Kopf, aber über sehr langen Zeit nicht nur beobachtet oder befragt sondern getrackt, also wirklich beobachtet.

00:13:28: Der eindrücklichste Punkt dieser Dieser Untersuchung war der, wenn er dann die Achse herzeigt wo er praktisch alle sechzehn Millionen Domains dies damals gab in Deutschland.

00:13:39: Also alle DE-Domains sind ungefähr sehzehn Million auf die X-Achse gelegt hat und auf die Y-Aachse die Zeit auf die man auf diesen Domain verbringt.

00:13:50: Und er hat dann gesagt, das ist sozusagen die Skala.

00:13:51: Man stellt sich vor links auf dem Bild ist die Zeit, die Dauer und rechts praktisch auf der X-Achse verteilt sind alle Domains je nachdem und würde da halt so erwarten irgendwelche Grafiken rauskommen.

00:14:04: Dann klickt eine Folie weiter und dann zeigen die Leute auf und sagen es ist nicht gegangen.

00:14:08: Er sagt schon gegangen sie sehen's nur nicht weil sozusagen ich glaube es sind.

00:14:14: es sind hundert Domains also Amazon.de, Facebook.de Instagram.de all diese üblichen Verdächtigen, neun und neunzig Prozent der Zeit binden die man im Internet verbringt.

00:14:31: Es ist praktisch die Nutzungsdauer liegt an der Achse an deshalb sieht man es nicht.

00:14:39: Und das war schon ganz schön erschreckend zu

00:14:41: sehen.

00:14:41: Hättest du dann während dieser Personen befragt worden?

00:14:45: Hätten sie gesagt, ja ich mag sozusagen... Also ich schaue eben.

00:14:50: Ich tue auch ein bisschen Ferngucken und lehse auch viel Zeitung oder so.

00:14:53: Das mag schon alles sein dass das so ist.

00:14:55: nur wenn man jetzt sagt wie viel Zeit verbringst du denn auf welchen Plattformen?

00:14:58: Internet würde mir auch sagen?

00:14:59: Ja ich arbeite mail und dann mache ich dies mal hin und hinter uns her.

00:15:02: Wenn wir es dann wirklich trakt und beobachtet kommen wir drauf hoppla Es gibt auch einen ganz guten Koeffizienten, den man immer wieder sich sozusagen in Erinnerung rufen kann.

00:15:12: Der Geniekoeffizient, der misst im Prinzip ungleichliche Verteilungen oder Ungleichheits gilt genauso für ökonomische Zusammenhänge.

00:15:18: und der Genie-Koeffiziente neben Zusammenhang ist wenn er null ist es sozusagen voller Wettbewerb alle gleichberechtigt im totalem Wett bewerben um Ressourcen also Aufmerksamkeit Geld was auch immer, Verteidigung Wohlstand.

00:15:33: Und bei eins ist es absolut das Monopol.

00:15:35: Eine Firma kontrolliert alles, oder ein Akteur kontrolliert alle.

00:15:40: In dem Zusammenhang waren wir gleich bei Nullkommar-Achtenneunzig-Acht oder sowas.

00:15:45: Also fast eins!

00:15:48: Das heißt, wir haben eine Akkumulation an Macht und an Bindung der Aufmerksamkeit in der Mediennutzung auf Art und Weise die uns in einer Befragung selbst nicht bewusst ist... ...und die aber in der tatsächlichen Nutzung extrem Ähm, davon abweicht.

00:16:06: Also nicht nur davon abwicht sondern uns unbewusst davon abweiht.

00:16:10: Wir tun völlig andere Dinge als wir selber bewusst sind und das ist auch das was da unten steht.

00:16:15: Obwohl den meisten Eltern bewusst ist dass der irgendwas nicht stimmen kann die Hälfte der Eltern findet Kinder sind zu lang an den Geräten aber jeder fünfte hat schlechtes Gewissen Kind oft so digital rückzustellen also sozusagen ähm Das ist immer auch geboren also Screens often mit schlechten Gewissen verbunden Das Bewusstsein dafür, dieses Problem ist da.

00:16:36: Aber das Verhalten ändert sich nicht und das ist auch etwas was ich für mir selber kennen.

00:16:41: Ich weiß die Dinge alle Ja ja Alle Und trotzdem mache es auch nicht besser schlechter.

00:16:48: in vielen eigentlich allen Fällen Die immer so messen könnte bin ich wahrscheinlich in der Nutzung tatsächlich problematischer unterwegs als die meisten anderen.

00:16:55: und wenn ich mir dessen zu überlege In der Beobachtung der Eltern plus gleichzeitig mit denen dass dein Kind in dieser sehr empfindlichen Phase der Entwicklung.

00:17:07: Du auch noch konfrontiert bist mit einer Befragung, was machst du da?

00:17:11: Da kommen schon ziemlich viele Komponenten zusammen.

00:17:14: wo ich glaube das da Problem

00:17:15: entsteht.

00:17:15: Ja ist natürlich auch das Problem der sozialen Erwünschtheit.

00:17:18: also wenn du da jetzt angerufen wirst und dann bist du gefragt wie viel Zeit verbringt dein Kind vor dem Bildschirm.

00:17:25: Ich sag ja ne nicht soviel also bissel.

00:17:31: Voller Disclaimer, wir wollen natürlich jetzt nicht sagen, selber Internet hätte da irgendwie eine unzahere Studie gemacht.

00:17:35: Überhaupt nicht!

00:17:36: Das ist ne methodische Kritik der Befragung im Zusammenhang mit der Nutzung von Dingen die soweit ins Unterbewusstsein oder sozusagen in dem passiven Teil oder diesen Stammhirnteil eingreifen wo mir diese eigene Beobachtungsgabe dann flöten geht.

00:17:57: Ich bin das generell auch immer, letztens auch wieder eine Diskussion angeschaut.

00:18:02: Wo dann die Teilnehmer am Anfang gefragt wurden wie viel Bildschirmzeit habt ihr?

00:18:06: Liesst es mal von eurem Handy ab und ich bin dann auch immer so oh wow!

00:18:11: Die haben das jetzt einfach vorgelesen sechs Stunden, acht Stunden und denken mir so, die trauen sich was.

00:18:17: Weil das ist auch sowas.

00:18:18: also keine Ahnung meine Bildschirmm Zeit.

00:18:20: Also ich muss zugeben, meine Bildchirmzeit ist jetzt... Das ist nicht so.

00:18:24: Wie

00:18:25: viel Bildschirmzeit hast du denn, Aline?

00:18:27: Machst du mal Schuhe

00:18:29: lesen.

00:18:29: Ich weiß nicht was ich... Ja es sind pro Woche immer so drei Stunden oder so.

00:18:34: Das ist ja eh human im Vergleich.

00:18:35: Ja eben deswegen meine ich also das hat mich dann eh als ich das gehört habe so sechs Stunden acht Stunden und dann wenn man gleich aber ich arbeite natürlich mit dem Smartphone.

00:18:46: Aber ich finde das dann trotzdem auch immer so zu sagen weil das ist mir teilweise ich schaue das sehr selber oft gern nicht an meine Bildschirmpfzeit.

00:18:53: Also es ist ja von mir dann auch so.

00:18:55: Jetzt bist du aber

00:18:56: in einem Bereich unterwegs, wo man sagt das noch vertretbar in einer modernen Welt.

00:18:59: Wenn ich jetzt sage meine Bildschirmzeit die würde schon an... Wir haben jetzt ja deshalb auch Hände gewechselt.

00:19:04: Das heißt ich habe mittlerweile ein Gerät wo's theoretisch gesperrt sein sollte all diese Themen und trotzdem ist es mir gelungen dass da auch wieder zu entsperren.

00:19:16: also Das heißt all diese Dinge, ich bin jetzt sicher so ein besonderer Fall an was die Mediennutzung angeht grundsätzlich.

00:19:24: Ich habe glaube ich recht viel biologische Marker, die sagen, wenn Achtung hier, man für dem müsste aufpassen... Da

00:19:29: müssen wir genauer hingehen.

00:19:30: ...substanzen

00:19:31: angeht oder Sachen angeht.

00:19:34: Aber es ist total interessant dass dieses schlechte Gewissen in der eigenen Nutzung dann da ganz stark auch selbst bei der eigenen im Zusammenhang dann aufkommt.

00:19:45: und wenn's um die Kinder geht Ja, naja.

00:19:50: Na ja!

00:19:51: Gut, aber gehen wir mal weiter in den Punkten.

00:19:53: was sagt ich?

00:19:54: Wir haben doch etwas vergessen.

00:19:55: Nutzungssahne Deutschland, die haben wir drin.

00:19:58: interessant war auch die Tonibox.

00:20:00: Weil es soll ja nicht nur um Smartphone gehen, es gibt ja auch andere Themen.

00:20:02: Tonibocks ist ein Medium, also das vergisst man oft so.

00:20:05: Das ist Hörspieler.

00:20:07: Früher war's immer mit den Kassetten und so.

00:20:10: Ist teilweise Stunden lang, wenn man Kassette gehört.

00:20:13: Jetzt ist es die Tonibocks Zur Tonibox.

00:20:16: eben den gestern, als ich das gelesen habe, dass die Tonibocks das Buch überholt hat in der täglichen Mediennutzung zwar ganz gering.

00:20:27: thirty-eight Minuten während des Buchs sieben und dreißig Minuten genutzt wird auch eine Zahl wo man vielleicht auch nochmal genau hinschauen müsste dann aber immer dann schaut ja wie Weil die Tonibox ist, glaube ich auch so was.

00:20:41: das wird oft sehr unkritisch einfach eingesetzt.

00:20:45: Also da hast du deine Tonibboxes, es ist ihr Hörspul, da setzt du den rauf.

00:20:48: aber es gibt schon jetzt ja erste Zahlen dazu dass Kinder mit der Tonibocks teilweise auch in diese Starre reinkommen die sie zum Beispiel die man halt oft nur von Screenside kennt Kann

00:21:03: ich anekdotisch auch bestätigen.

00:21:05: wir sind also meine beide Kinder haben eine Tonibocs und Ich glaube auch, dass dieses Thema Bilder – selbst wenn es Hörbilder sind oder Kopfbilder – das ist eher darum so.

00:21:16: Vorstellungen und Geschichten natürlich.

00:21:18: Geschichten sind ein starkes Vehikel für Ideologien und sozusagen für Informationen.

00:21:24: Und auch Merkfähigkeit von Informationen.

00:21:26: nicht umsonst bleiben gewisse Geschichten über die Zeit präsent auf eine Art und Weise, die sehr viel mit Aufmerksamkeitsbindung, Machtvermittlung, Ideologievermittlungen zu tun haben.

00:21:39: Und ich glaube, dass dieses Prinzip das ein Hörspiel vorlegen und alles ist gut genauso an die Grenzen stößt wenn es einfach zu viel wird.

00:21:45: Und in der Nutzung zu intensiv wird.

00:21:47: Das kann nicht bestätigen was du erzählst.

00:21:50: Diese Starre die da entsteht im Sinne von diese Fixiertheit auf so eine gedankliche Welt die da entsteht im Kopf.

00:21:59: Ich weiß jetzt nicht, ob sie qualitativ anders ist.

00:22:01: Aber sie ist auf jeden Fall da in einer Form wie ich sie sonst nur vom Smartphone kenne wenn es um Hörspiele generell geht.

00:22:07: Nicht nur Tonibox.

00:22:08: also dann muss man fairerweise sagen hat nichts mit der Toni Box per se zu tun was die Tonibocks natürlich erleichtert das dass die Kinder selber schneller und einfacher Zugang zu mehr Hör spielen und mehr Angebot haben.

00:22:22: In dem Moment wo ich diese Figuren im Kinderzimmer hab habe habe ich die auch als sehr kleines Kind, sehr einfach verständlich.

00:22:29: Ich stelle dieses Figur da drauf und spiel das Hörspiel ab.

00:22:33: Sehr gut aber es geht auch da ganz stark um das Thema wie viel in welchem Kontext wann?

00:22:37: Was sind das für Geschichten also all diese Themen die eigentlich wieder auf dem Punkt sind wo ich sage ich müsste mich inhaltlich damit beschäftigen und auseinandersetzen.

00:22:45: Ich müsste jetzt eigentlich alles vorherhören und dann komme ich wieder an eine ökonomische und einfache Fysikalische Grenze, dass einfach der Tag nicht so viel stunden und nichts machen kann.

00:22:57: Ja.

00:22:58: Na, wie denn auch?

00:23:01: Bilderbücher hören Smartphone gefahren.

00:23:05: Da ist auch noch ein Punkt wo du vielleicht darauf eingehen kannst.

00:23:15: Ja, da müsste ich jetzt einfach nochmal nachlesen.

00:23:17: Okay, das tun wir einfach dann.

00:23:18: Das werden wir jetzt geflüsslich ignorieren.

00:23:21: Das ignorieren wir jetzt.

00:23:22: Da muss ich beim zweiten Dokument nachschauen und es dauert so lange jetzt.

00:23:25: Dann gehen wir vielleicht zum nächsten Punkt.

00:23:26: was sagt die Forschung?

00:23:27: Effekte messbar aber klein!

00:23:29: Ja genau also das ist natürlich auch immer spannend.

00:23:34: Das ist ja generell bei Smartphones sind wir auch immer schon besprochen.

00:23:38: Es is nicht nur die Bildschirmzeit.

00:23:40: Natürlich.

00:23:41: Also wenn ich jetzt sage... Die Kinder haben jetzt mehr Bildschirmzeit und deswegen ist die Sprache, das Sprachvermögen schlechter.

00:23:50: Das kann man so nicht sagen.

00:23:52: also da spielen einfach auch noch ganz viele andere Faktoren eine große Rolle.

00:24:00: Also könnte mal wieder den Klassiker bringen und sagen es korreliert aber es ist nicht kausalm?

00:24:04: Ja genau.

00:24:05: Es ist wie gesagt genauso eine Studie aus Kanadal daraus gefunden.

00:24:09: natürlich ja Kinder haben mehr Bildchirmzeit Sie haben teilweise auch schlechtere Werte, was Sprache, Sozialkompetenz und Motorik betrifft.

00:24:18: Aber wir leben auch in Zeiten wo ja das Einkommen weniger wird, wo alles teurer wird.

00:24:26: die Bildung der Eltern zählt rein, Schlafzählt rein.

00:24:29: also es sind ganz viele Faktoren, die man da auch mitdenken muss.

00:24:35: wenn man jetzt sagt Puh!

00:24:39: Jetzt schaut's schlecht aus mit der Sprache jetzt schauts schlecht aus

00:24:43: Die vor allem auch entscheidend sind die Marker, die ich messe.

00:24:47: Also was messe ich eigentlich?

00:24:48: Zum Beispiel beim... Es gibt ja auch den Enten sozusagen das, was jetzt auch im Internet ganz viel herumgeistert hat, dass zum ersten Mal in der Zeit Geschichte der Messung der IQ statistisch über die Bevölkerung sinkt.

00:25:02: Das war noch nie der Fall und natürlich wäre es sozusagen jetzt... Natürlich kann man sagen klar hat sicher Zusammenhänge mit dem Thema Smartphone, aber nicht ausschließlich.

00:25:12: Ich glaube es ist ganz wichtig dass man sagt okay das ist nicht ausschlüsslich.

00:25:14: Es geht auch viel um das Thema Ökonomie im weitesten Sinne.

00:25:18: Also was ist dein Dein Einkommenslevel?

00:25:21: Was ist deine wirtschaftliche Realität bis du den ganzen Tag am Struggle'n Dass Du überhaupt Ends meets machst also praktisch den Alltag leisten kannst Dass du dann in Prinzip diese die Medien Nutzung sehr anders ausschaut bei deinen Kindern als wenn du sozusagen Akademiker Vergangenheit studiert hast, vielleicht irgendwie das nötige Einkommen hast.

00:25:41: Also wirtschaftlich und sozial völlig abgesichert bist und die Ressourcen und die Zeit dafür hast dich um deine Kinder in der Form zu kümmern.

00:25:48: natürlich hat es einen Einfluss.

00:25:49: ja und damit will ich jetzt weder sagen dass das eine besser als das andere ist oder doch es wäre sozusagen eigentlich wünschenswert wenn wir... Es ist natürlich das eine bessere als das anderen aber jeder in jedem Elternteil von ganzem Herzen könne, dass es die Ressourcen hat sich um seine Kinder zu kümmern erwartenweise.

00:26:09: Die Realität ist aber andere und das ist was wo eigentlich sozusagen diese Komponenten die damit rein spielen viel viel größer sind und viel viel komplexer sind.

00:26:22: Und am Ende vom Tag ganz viel mit sozialer Gerechtigkeit wirtschaftlicher Gerechtigkeit und solchen Themen zu tun haben.

00:26:29: also muss man immer auch im Hinterkopf behalten.

00:26:31: Aber nichtsdestotrotz, es gibt die Zusammenhänge.

00:26:35: Und für alle, die die Möglichkeit in der Hand haben etwas zu tun, gibt's dort Dinge, die man mitnehmen kann.

00:26:42: zum Beispiel Thema Laptop und Schulen.

00:26:46: glaube ich ist da der zusammenhang ganz gut herstellbar.

00:26:50: Kinder unter zwei können Infos von Zwei-D Bildschirmen kaum auf die drei D Realität übertragen.

00:26:56: also das müsste ja eigentlich dann sein dass die Alarmglocken im Bildungssystem Leuten sagen Moment mal Was tun wir da eigentlich mit Laptops und Tablets?

00:27:03: Und so zum Lernen in einer Zeit, wo ich sage gut jetzt zweijährig muss man auch sagen unter zwei jährige.

00:27:08: Da ist es noch kein Thema zum Glück.

00:27:11: Aber

00:27:13: ja Ja So natürlich jetzt auch vielleicht in deinem Umfeld.

00:27:18: also das ist schon auch unter zweijährigen.

00:27:21: Es gibt gerade den so Märkten wie China Indie USA Mittlerweile auch schon sehr viele Apps die teilweise auch für unter einjähriger sind, also so ab sechs Monaten wo du einfach so eine Art ruhig stellen.

00:27:37: Genau, die einfach so designen worden dass du genau dein Kind einfach ruhigstellt.

00:27:41: Also das ist auch gar nicht zu unterschätzen.

00:27:43: Das ist schon einen Riesenmarkt.

00:27:45: jetzt dann auch der da... Du hast ja vorher das angesprochen.

00:27:49: Zielgruppe Ja, es ist wirklich ein Zielgruppe.

00:27:55: Also in dieser Education Technology-Branche sind Kinder unter sechs Jahren eine Zielgruppen.

00:28:03: Anektotisch dazu was echt krass ist, das ich auf einem Flughafen mal bemerkt habe oder beobachtet hab.

00:28:11: Ich war beruflich unterwegs mit einem Kollegen und da waren Mama mit ihrem Kind und das Kind sozusagen ist mit uns mitgeflogen und es war wirklich zu beobachten Im Flugzeug, das Kind ... Das hat mir wirklich Leid getan.

00:28:25: Es war echt das Herz zerbrochen dabei, aber das Kind konnte nur ruhig sein mit dem Bildschirm davor.

00:28:30: Das waren sechs Stunden Flug und ich hab's einfach un- sozusagen die saßen neben uns und es war natürlich auch noch eine Beobachtung und so.

00:28:40: Aber sie ist einfach... Das war einfach krass, das mit zu beobachten.

00:28:45: Ja.

00:28:46: Und interessanterweise beim Rückflug war's so dass mit einem anderen eine ähnliche Beobachtung ein anderes Kind, was tatsächlich mit nem Smartphone in der Hand am Flughafen selbst da oben gegangen ist.

00:28:58: Mit ungefähr dem zehn Zentimeter vorm Gesicht und die Mutter musste das Kind sozusagen immer wieder... ...in die Richtung drehen, damit es am Flughaufen gehen kann.

00:29:07: Und nicht irgendwo dagegen rennt!

00:29:09: Also das ist einfach die Realität von vielen Eltern.

00:29:14: Wo einfach da ja die Nutzung aus meiner Sicht einfach Aus welchen Gründen auch immer unkritisch ist.

00:29:25: Berechtigt wie unberechtigt,

00:29:27: ja?

00:29:28: Und das war echt einfach... Es macht was mit einem wenn man das... Also mit mir hat's was irgendwie... Und natürlich mischt mich nicht ein!

00:29:38: Ich gehe natürlich nigmo hin und sag dann einfach, Moment mal, es könnte also... Das

00:29:42: ist aber ungesund!

00:29:43: Ja, keinen Fall, das käme niemals in den Sinn weil ich mir denke, ich weiß genau was es sozusagen... Ich finde es ein ganz schwieriges Thema, sich da einzumischen.

00:29:53: Weil ich selbst genug Erfahrungen gemacht habe mit den Kindern wo ich mal gedacht hab im Nachhinein von außen schaut das einfach aus als wenn du der furchtbarste Vater der Welt wärst ungefähr und sozusagen.

00:30:06: deswegen halte mir das sehr zurück mit deiner Meinung über oder ich versuche mich in vielerlei Hinsicht so gut geht zurück zu halt mit einer Meinung was Was machen, wie kommt jetzt jemand in so eine Situation?

00:30:16: Dass das dann ... Das Kind einfach müß macht von einem Flughafenmoment.

00:30:19: Du weißt nicht was vorbeipassiert ist.

00:30:20: Aber trotzdem du siehst es und es tut etwas mit dir auf eine Art und Weise die echt schwer zu beschreiben ist weil man das Gefühl hat so ... Ja es tut deinem Kind einfach leid.

00:30:31: Und wenn man einfach weiß oh mein Gott, was passiert da gerade?

00:30:37: Was passiert da grade?

00:30:38: Und vielleicht auch der nächste Punkt, der da steht Die Verdrängungshypothese Die Kernthese, die da steht ist nicht der Bildschirm selbst schadet sondern der verdrängt.

00:30:47: echte Interaktion bewegungfreies Spiel.

00:30:49: Also sozusagen Korrelation und Kausalität.

00:30:51: Ist es nicht klar?

00:30:52: Ist es kausal verursacht dadurch?

00:30:55: oder ist das einfach weil durch die Nutzung und durch die Aufmerksamkeitsoptimierung zu wenig Zeit für andere Dinge da ist?

00:30:59: Genau!

00:31:00: Das ist halt so dieses große Problem.

00:31:02: Es wird dann auch weniger gesprochen.

00:31:05: Es findet diese Interaktionen statt.

00:31:09: Also gerade die Entwicklung, grad auch in den ersten Jahren so von null bis drei.

00:31:14: Du lernst ja nie wieder so viel wie in dieser Zeit und Lernen ist ja auch was Soziales.

00:31:20: also du lernest ja auch einfach voneinander und du lerenst natürlich auch von deinen Eltern.

00:31:25: Und es geht um diese Interaktion Es geht um dieses Anschauen Diese Rückmeldung dich bekommen.

00:31:32: Das ist ja so ein Geschenk, das zu lernen.

00:31:36: So diese andere zu zu zu entschlüsseln oder schauen wie reagiert die Person jetzt drauf?

00:31:40: was sagt sie darauf?

00:31:41: und es ist immer dieses Ping-Pong.

00:31:42: Es bringt er jetzt auch nicht nur irgendwie etwas.

00:31:44: Ja, ich spreche eh viel mit meinen Kindern aber es geht auch wirklich so dieses Ping Pong hin und her Wir treten ihn an Dialog Und das ist natürlich dass es dann weg.

00:31:54: Deswegen wird natürlich auch empfohlen wenn du diese Bildschirmzeit hast Dann setzt dich daneben und sprich mit deinem Kind drüber.

00:32:03: Was mir da einfällt, ist das Thema stillende Mütter.

00:32:08: Und auch wie gesagt hier erst mal als Mann zweites Mal in dem Kontext... Ich halte mich mit einer Meinung über das komplett zurück, weil ich da... Nein, sag!

00:32:20: Aber auch da des Kindes wenn du dein Kind stillst sucht das Kind während dem Stillen den Augenkontakt.

00:32:30: und wie gesagt Erschöpfung Schlafmangel Einfach die Themen, ich habe an all die Rollen Anforderungen, die an mich gestellt werden.

00:32:38: Kein Bock!

00:32:39: Ich nehme jetzt einfach mein Smartphone in die Hand und schaue mir jetzt irgendwas an weil es einfach nicht völlig, völlig verständlich ist.

00:32:48: Aber es passiert einfach was in diesem Smartphone?

00:32:51: Die eigentliche Bindung mit deinem Kind unter Bricht auf Art und Weise oder sozusagen dem... Das Kopf hoch heißt ja auch deshalb, weil wir sollen den Kopf hoch an uns anschauen und so.

00:33:01: Es fällt mir jetzt... ich merke es immer wieder mal wenn wir uns anschauten das fällt mir wahnsinnig schwer sozusagen da zu bleiben was immer auch um das geht zu gucken also völlig unnatürliche Art zu reden eigentlich und das ist aber mittlerweile der Alltag geworden einfach.

00:33:16: Jetzt gibt's aber wichtige Ausnahmen die du dann noch recherchiert hast Der interaktive Videochat mit echten Personen und das Co-Viewing.

00:33:25: Magst du da noch kurz was dazu

00:33:26: sagen?

00:33:27: Ja, weil sie dann auch oft heißt ja mein Gott ist es dann auch schlimm wenn mein Kind dann zum Beispiel mit den Großeltern telefoniert Facetime, was auch immer Und das ist schon etwas anderes.

00:33:40: also da gibt's auch das wird total spannend gefunden.

00:33:43: Das nennt sich Video-Defizit Phänomen Also dass zb eben Kinder das nicht so von, was sie auf zwei D-Bildschirmen sehen können Sie nicht auf die Realität übertragen.

00:33:52: Also da hat es eine Studie gegeben wo du Kinder ... also die Kinder haben sich ein Video angeschaut wo eine Person in einem Raum etwas versteckt hat und die Kinder konnten dieses Teil das da versteckt wurde dann nicht finden.

00:34:07: wenn sie's auf den Bildschirm vorher angeschauen haben Dann haben sie das Gleiche nochmal durch ein Fenster angeschaut.

00:34:14: Sie haben in diesen Raum reingeschaut, die Person hat es versteckt und die Kinder haben das dann gefunden.

00:34:19: Also es ist einfach dieses reale, diese Interaktion, dieses auch hin- und wieder maler Blickkontakt... Wir

00:34:27: fangen die Absurktionsfähigkeit zu sagen von diesem Ding.

00:34:29: Es ist ein Bildnis einer Realität, woanders stattfindet.

00:34:33: Diese Verknüpfung wird offensichtlich in dem Alter nicht gemacht.

00:34:38: Und das funktioniert.

00:34:38: aber mit Videochats hat man dann rausgefunden.

00:34:41: Man muss auch dazusagen, also dieses Video-Deficit-Phänomen, diese Studie wollte man noch mal replizieren, das konnte man nicht mehr.

00:34:48: Aber da ist die Vermutung dass es jetzt einfach schon so ist, dass die Kindertechnologie jetzt schon als so relevant annehmen und bedeutsam, dass sie das jetzt besser übertragen können.

00:35:00: Also Moment!

00:35:01: Die zweiten Mal haben die Kinder dann sozusagen das gekonnt?

00:35:04: Ja

00:35:05: Das heißt es?

00:35:06: Sie haben's gelernt?

00:35:07: Also eigentlich ist da Kulturtechnik geworden, auf diesem Bildschirm zu gucken.

00:35:10: Das

00:35:11: ist aber krass!

00:35:11: Es hat voll Spannung gefunden, weil das ... ja?

00:35:15: Also das heißt okay... es war nicht replizierbar, weil sich im Prinzip die Kinder doch orientieren konnten.

00:35:24: Wow!

00:35:28: Okay also sozusagen schein.. äh-ha!

00:35:29: Es entspricht ja im Prinzip gegen die These dass es biologisch nicht veränderbar wäre, dass ich das sozusagen möglichst oder früh lernen könnte.

00:35:36: Die Frage ist dann immer Und das ist jetzt, glaube ich, auch der Schlüssel.

00:35:39: Was will ich von diesem Lernmechanismus haben?

00:35:43: Passiver Konsum versus begleitete interaktive Nutzung.

00:35:47: Also was stelle ich eigentlich... Wobei?

00:35:50: in dem Fall würde man ja auch sagen, dass es keine passive Nutzungen ist, wenn ich mir das anschaue und dann selber ein Ding finden muss im Raum, würde ich behaupten, gut so lange es in dem Zusammenhang...

00:36:02: Ja du hast eine Aufgabe bekommen!

00:36:04: Genau, du hast ne Aufgabe gekriegt und löst die mal So, das kann ein Spiel sein einfach.

00:36:10: Spricht ja eigentlich nichts dagegen wenn man das lernt in dem Zusammenhang.

00:36:15: Solang es hat nicht auf TikTok stattgefunden.

00:36:20: Krass!

00:36:23: Was sind denn jetzt so Themen wo ich als Eltern sensibel sein muss dafür und sagen kann Moment mal jetzt ist ihr jetzt Achtung zu Marker Indikatoren Dinge die ich beobachten muss?

00:36:35: Ja, das finde ich ganz spannend.

00:36:36: Weil es wird immer von diesem Einfrieren gesprochen vor dem Display.

00:36:41: Das ist zum Beispiel was ich von meinen Kindern tatsächlich nicht kenne.

00:36:45: Also die sind immer ansprechbar.

00:36:47: Ich habe nie so erlebt dass sie jetzt wieder vorsetzen und offen dahin starren.

00:36:55: Zum Glück weil das ist wirklich... also wenn deine Kinder vor dem display einfriern dann ist es nicht, weil die jetzt super konzentriert sind sondern weil sie eigentlich fast hypnotisiert sind.

00:37:10: Und natürlich danach, überleg mal du schaltest das aus... Das ist ja schon so eine Wahrnehmung oder ich glaube die kennen alle Eltern, dass es irgendwie so.

00:37:19: jetzt hat's glaub ich zu viel geschaut und das merkst dann sowas.

00:37:21: Sie sind reizbarer als kommenden Wutanfälle.

00:37:24: gerade wenn du ausschaltest muss diskutieren.

00:37:28: Ja da gibt zum Beispiel auch nachgelesen eine ganze Reddit-Community zu diesem Kokomellen.

00:37:33: Kennste dieses Kokomellen?

00:37:36: Nein, sagt man was?

00:37:37: Es ist so eine Netflix-Serie wo ein kleines Baby in seinem Alltag begleitet wird.

00:37:45: Also Zeichentrick, die Köpfe sind so übergroß, also richtig ausgerichtet auf kleine Kinder.

00:37:51: das Deal einfach mit so einem ganzen Neonfarben hoher Kontrast und sie singen dann noch zwischendurch immer wieder.

00:37:59: eben in dieser Reddit-Community wird wirklich besprochen, also auch so bei ganz Kleinen.

00:38:04: Ja was soll ich machen mit einem einjährigen Kind?

00:38:07: Es dreht total durch wenn ich Kokomellen ausschalte.

00:38:11: und dann hat man sich ja auch mal Kokomellen genauer angeschaut.

00:38:15: und das ist der Vorwurf an die Serie, an die Macher der Serie dass es wirklich so designt wurde, dass es Kinder süchtig macht.

00:38:25: Also schauen Sie einfach genau an wie Wie reagieren Kinder auf dem Bild?

00:38:30: Okay, da muss ich jetzt vielleicht einen Schnitt ein bisschen schneller machen.

00:38:33: Dann muss sich das jetzt vielleicht ein bisschen besser machen.

00:38:35: Auch

00:38:35: Proportionen wahrscheinlich wenn du sagst große Kappe, Augengröße.

00:38:40: Und das ist wirklich auch so ein ganz eindeutiges Zeichen Wenn dein Kind beim Ausschalten dann diesen Wudanfall hat also sagen es eben die Expertinnen, dann war's zu viel.

00:38:54: Ich meine, den kenn ich ja von mir selber auch.

00:38:56: Nur äußert sich der nicht in dem dass ich irgendwie einen anschreihe wenn ich Instagram ausmache sondern... ...schmeiß mich am Boden und schrei irgendwie an.

00:39:05: Nee aber ich kenn's von mir selbst auch.

00:39:07: es ist ja dieses hypnotisierte Starn das hab' ich ja.

00:39:10: also jetzt würde ich ja sagen is eigentlich mittlerweile Wenn ich so in diese Rabbitholes abtauche auf Instagram dann ist es ja im Prinzip eigentlich für dich so.

00:39:18: ein Großteil meiner Nutzung auf Instagram oder Social Media dieser Soak, der da entsteht.

00:39:26: Ich finde ein guter Indikator ist auch für Erwachsene.

00:39:28: wenn ich mir die Frage stelle wo würde ich den Unterschied machen zwischen habe ich was aktiv gesehen oder habe ich etwas passiv konsumiert?

00:39:37: Kannst du dich erinnern?

00:39:39: und in den meisten Fällen würde ich sagen wenn ich auf Instagram eine Stunde rumgehangen bin kann ich mich an genau gar nichts erinneren.

00:39:45: Es ist so kurz Video und ich kann vielleicht noch mehr drei bis fünf Ganz viel anstrengende Erinnerung rufen.

00:39:54: Aber was anderes, wenn ich mir sage, okay, ich beschäftige mich mit einem Thema und schaue mal halbe Stunde YouTube-Video an wo so ein spezifisches Thema geht aus verschiedenen Blickwinkeln aber halt thematisch der Zusammenhang da ist?

00:40:07: Ja man könnte meinen dass wenn du darauf staßt und so das das eine Art von Konzentrationen ist und dass du dabei bist.

00:40:14: aber es ist wirklich eigentlich ein Wahnsignal.

00:40:17: Es ist

00:40:17: eigentlich Hypnosis im Prinzip ein ganz guter Vergleich.

00:40:19: ja Jetzt haben wir ein ganz wichtiges Thema auch noch mal, dieses Thema Elementarpädagoginnen.

00:40:27: Dein Hintergrund... Du bist ausgebildet, Elementarpedagogen und du kriegst aber noch von Kolleginnen aus dem Alltag berichtet.

00:40:37: was sind so die Beobachtungen in diesem Zusammenhang?

00:40:40: Ja genau also ich habe Also ich bin ausgebildet in der Elementarbederkung.

00:40:44: Das ist schon eine Weile her, bei uns war tatsächlich in der Ausbildung.

00:40:48: Medien war schon ein Thema aber noch ganz anders.

00:40:50: also wirklich so begleitete Nutzung da gab es auch die ersten Studien keine mehr erinnern.

00:40:54: ein maturer Thema von mir wo in Linz in einem Kindergarten das getestet wurde Da wurde ein iMac hingestellt und die Kinder durften dann was dran machen und total positive Effekte.

00:41:06: also schöne Studie ist was schönes rausgekommen.

00:41:11: Jetzt bin ich ja eben schon länger daraus.

00:41:13: Aber ich habe noch alte Freundinnen, alte Kolleginnen die immer noch im Kindergarten sind und hab jetzt angerufen als Vorbereitung für diese Folge.

00:41:24: Und fragt was beobachtet ihr so in den letzten Jahren eigentlich?

00:41:28: Verändert sich da etwas?

00:41:30: Ich hab ehrlich gesagt nicht so stark damit gerechnet aber es war wirklich jede ... Ja!

00:41:36: Also jeder zuvor kündigt, ja es ist Wahnsinn.

00:41:40: Zum Beispiel hat mir eine berichtet dieses Freispiel, das ist gerade im Kindergarten total wichtig.

00:41:45: Das Kinder einfach in Puppen-Ecken oder Bauecken und so weiter freispielen... Und da ist rausgekommen die Kinder spielen nicht mehr richtig!

00:41:58: Die tun sich total schwer in einer Bauecke, die braucht immer viel mehr Anleitung.

00:42:03: So, jetzt mach doch was.

00:42:04: Mach Paul dann zu oder irgendwas.

00:42:06: Also das ist nicht mehr so.

00:42:07: dieses.

00:42:07: ich gehe da jetzt rein und lass meine Fantasie freien Lauf und Spiel was... Ja immer ist es alles.

00:42:13: Alltagsbeobachtungen natürlich.

00:42:14: also das ist einfach nur diese Berichte was die jetzt aus ihrem Alltag berichten.

00:42:20: Dann auch total erschreckend gerade dieses Squid Game im Kindergarten wird nachgespielt.

00:42:31: Ja.

00:42:33: Okay,

00:42:38: muss man dazusagen für alle die das nicht kennen?

00:42:40: Das ist eine Serie, da geht es um so Challenges wo Leute sterben dabei.

00:42:48: wird immer früher konsumiert.

00:42:50: Also, inwiefern die das jetzt wirklich dann konsumieren oder es einfach nur von älteren Geschwistern mitkriegen?

00:42:56: Oder so Erzählungen aber trotzdem Es wird nachgespielt.

00:43:00: also die kennen die Figuren, die kennen Spiele... Das ist einfach Thema!

00:43:05: Das ist wirklich erschreckend.

00:43:10: Auch noch eine Sache, die ich auch ganz spannend gefunden habe.

00:43:13: Dass die zu teilweise auch Geräusche aus den Serien die Sprache ersetzen.

00:43:19: Also da hat mir eine Freundin berichtet dass die Kinder teilweise ja nur mehr so in diesem... Also so tun wir es so miteinander spielen, dass irgendwas ist.

00:43:27: Es werden nur mehr irgendwelche Geräusche hin und her geballert, was in das Paw Patrol oder whatever.

00:43:34: Wobei ich sagen muss, diese Onomatopoietik, also dieses Simulieren von Zusammenhängen mit... Ja natürlich!

00:43:40: Das habe ich als Kinder auch schon.

00:43:42: Wobei?

00:43:43: Man muss sagen klar, wir haben's aus Wahrscheinlich, also es ist schwer zu entfisseln wo's herkam und so.

00:43:50: Aber wir hatten auch Kontakt mit Starboss wahrscheinlich viel zu früh was wir haben sollten.

00:43:55: Genau.

00:43:59: Es gibt so ikonische Geräusche wo ich sagen würde ja wer weiß keine Ahnung vielleicht kommen sie bei uns auch schon von den Medien.

00:44:05: Krass ist dieser Zusammenhangbild Kinderspiel nicht mehr richtig.

00:44:12: Man sieht hier auch ein Spielzeug.

00:44:14: Wenn früher Lego als Lego verkauft worden ist um eigene Welten zu bauen, geht es jetzt ganz vermehrt um Franchises.

00:44:20: Wo ich sage da ist Star Wars, da ist das also sozusagen dieses Vorbauen von Welten ist natürlich auch ein ökonomischer Effekt wo ich sagen kann naja Da habe ich halt einfach sozusagen Geld damit zu verdienen und sehr viele Lizenzmodelle und sehr viel Markenrechte und solche Sachen Und Fantasie als solche ist ja kompetent.

00:44:40: Die ich

00:44:41: tatsächlich entwickeln kann, pflegen kann und die wirklich auch was ist, was sich halt nicht in Zahlen fassen lässt.

00:44:48: Und wenn man aber sieht dass die Art von Kreativität, die heute gefördert wird speziell auf Instagram immer ökonomische Komponente hat auf eine Art und Weise die deutlich stärker ist, meine.

00:44:58: ich will nicht sagen das Kunst nie ökономische Kondomente hat sie immer gehabt und auch Kreativityt Aber wie sie zusammenhängt es deutlich deutlich stärker auf Plattformen, wo es um Monetarisierung von Aufmerksamkeit geht.

00:45:11: Und das überträgt sich jetzt... also die Hypothese wäre oder sagen wir mal die Tese dazu wäre diese Weniger- und Fantasies, weil die Welten einfach ausgeprägt davon vornherein bei den Kindern ankommen und deutlich skalierter, weil einfach mehr im Hintergrund schon andere Absichten dahinter sind, als zu sagen Kinder Fantasie zu fördern.

00:45:37: Zu sagen hey komm'a Eltern hier Starboss was deine Kinder lieben und so.

00:45:40: Also immer auch in diese ökonomischen Realität Spiel eingebettet ist.

00:45:45: Was ich dann eben immer weniger frei entwickeln kann auf der Art und Weise die vielleicht völlig neu denken musste irgendwie fördert.

00:45:51: Es ist auch immer mehr Thema hat mir auch eine berichtet also sowas wie die ganzen Paw Patrol Figuren oder eben auch Elsan usw.

00:45:58: das ist wirklich permanent Thema.

00:46:01: es wird permanent besprochen.

00:46:04: Also Kinder natürlich besprechen sowas auch, wenn sie es nur einmal gehört haben.

00:46:08: Dann kennen Sie auf einmal alles davon.

00:46:10: aber ja das ist schon auffallend dass bei den Kindern so tief drinnen ist.

00:46:19: Auch zum Beispiel das fand ich auch ganz spannend diese Reels Musik die da bei Reels immer dazu läuft.

00:46:27: Also die Kinder summen diese Musik, also sie singen das auch so vor sich hin und da fragst du dich auch ja wo haben Sie das her?

00:46:35: Das ist jetzt auch nichts meistens was im Radio läuft oder so sondern es ist etwas was Du als Hintergrundmusik eigentlich permanent mitbekommst.

00:46:42: Also meine Vorstellung mein Bild ist dann einfach so okay das sind dann vielleicht

00:46:47: wie radiofrüher

00:46:48: Ja genau, dass im Hintergrund läuft permanent immer wieder ein paar Sekunden von dieser Musik und das nehmen Kinder dann natürlich auf.

00:46:58: Und was auch ein interessantes Eltern nicht erreichbar für dieses Thema, sozusagen es gibt kaum Interesse seitens der Elternschaft im Podcast die Antithese dazu ist von zwei Eltern, die sich hier setzen müssen.

00:47:11: Ja, weil das ist natürlich immer ganz viel mit schlechtem Gewissen zu tun.

00:47:15: also gerade wenn dir... Also man weiß es ja selber oder als Eltern wenn du Wenn jetzt Erlehrkraft oder eben auch Kindergartenpädagoginnen auf dich zukommen und sagen du, mir ist bei deinem Kind das aufgefallen.

00:47:29: Dann bist Du ja als Elternteil in

00:47:31: seiner Bringschule da?

00:47:32: Ja

00:47:32: voll!

00:47:32: Und dann denkst Du so oft dreht sich das in so Abwehrhaltung.

00:47:36: Was soll

00:47:37: ich jetzt noch alles machen?

00:47:38: Genau.

00:47:40: Jetzt muss ich mich auch noch damit beschäftigen.

00:47:43: Oder es gibt einfach wirklich die Eltern wo einfach die Ressourcen nicht da sind dass sie sich damit beschäftigt.

00:47:47: Muss man auch immer sehen.

00:47:48: also wo's einfach nicht geht wo es einfach nicht geht.

00:47:53: Als jemand, der alleinerziehend ist und Job hat vielleicht zwei Kinder und schauen muss wie das funktioniert?

00:47:59: Wie soll das gehen?

00:48:00: Also gibt sicher auch sozusagen die Realitäten, wo's einfach nicht anders möglich ist.

00:48:04: Ich bin deshalb nicht erreichbar aber ich einfach nicht mehr kann.

00:48:08: Ganz banal!

00:48:14: Wir haben jetzt noch zwei so grobe Themen, AdTech- und Medienpädagogin der Ausbildung.

00:48:20: Ich glaube, das Atec-Thema ist recht spannend weil du da so jetzt auch starken Fokus in deiner Arbeit hinlegst.

00:48:30: Ja genau.

00:48:30: Was ist

00:48:31: das Thema AteC?

00:48:32: Warum ist sozusagen Ate C jetzt so relevant?

00:48:36: Das ist natürlich auch spannend.

00:48:38: also ich komme ja auch aus diesem Ateic Bereich.

00:48:41: Also vier Jahre lang dieses Atecaecosystem in Österreich aufgebaut.

00:48:47: Unternehmen die mit Hilfe von Technologie Bildung vermitteln wollen.

00:48:53: Und was mir schon in den letzten Jahren immer wieder aufgefallen ist und was jetzt ganz massiv ist, dass Kinder, Kleinkinder null bis sechsjährige die sind jetzt kein Nischenmarkt mehr im Etec-Bereich.

00:49:07: also das ist jetzt wirklich so der Wachstumsmotor.

00:49:10: Das ist also Etecs für Preschool und auch Infants teilweise das es so richtig Der boomt jetzt.

00:49:20: Also da werden ganz viele Produkte entwickelt für diese Kinder, mal für dieses Altersgruppe.

00:49:26: Die Vermutung

00:49:27: ist, weil da noch nicht so eine Art weißer Flecken auf der Landkarte?

00:49:32: Gibt es noch wenig oder...?

00:49:33: Ja, wobei eigentlich... Ich meine, es gibt ja genug Serien und auch Streamingangebote.

00:49:40: Es gebe ja eigentlich viel.

00:49:42: aber Die Ethikbranche sieht halt zum Beispiel auch, also das ist so ein bisschen detreibbar.

00:49:48: Es gibt steigende Erwerbstätigkeit, es gibt nicht mehr Metropelverdienerhaushalte... ...es gibt Betreuungslücken, das ist auch eine ganz wichtige Punkt.

00:49:56: Dieses Kinderbetreuung wie viel sind meine Kinder in Betreuung?

00:50:01: Was ist da möglich?

00:50:02: was habe ich an Betreuingszeit zur Verfügung?

00:50:05: Gibt's da Lücken!

00:50:05: Also gibt's Gaps die ich einfach nicht überbrücken kann und trotzdem gezwungen bin zu arbeiten wo mein Kind faktisch alleine

00:50:11: ist.

00:50:11: Und das sieht der Ethikmarkt Als Ethic sagst du dann natürlich, naja es ist ja Bildungsangebot.

00:50:17: Und wenn du das dann natürlich bekommst als Eltern und du weißt, na das ist eher ein Bildungs-Angebot, dann passt das sehr eh.

00:50:24: Also es ist sozusagen ein Screen Time ohne schlechtes Gewissen?

00:50:26: Ja genau.

00:50:27: Wobei es halt da wirklich... Das muss man einfach sagen, es gibt wirklich wahnsinnig gute Ethik Angebote auch für wirklich kleine Kinder.

00:50:39: also wir sind jetzt bei... ich bin bei ab drei sage ich jetzt mal Also

00:50:43: kleine Kinder.

00:50:47: Genau da!

00:50:48: Es gibt gute Angebote, aber auch da ist wieder der Punkt ja... Aber auch da begleitet.

00:50:56: Auch da sollst du eigentlich daneben sitzen und das mit deinem Kind machen.

00:51:01: Und es gibt auch sehr viel... Ja, es gibt noch sehr problematische ... Angebote, die als Ethik verkauft

00:51:11: werden.

00:51:12: Du hast zwei Philosophien unterschieden?

00:51:13: Die eines Forschungsbasierten wie die Khan Academy verketzt,

00:51:17: kostenloses

00:51:17: Werbefreies-Angebot, Stanford Kooperation

00:51:21: keine

00:51:21: Belohnungsschleifungen, keine For You Themen, keine süchtig machenden Algorithmen.

00:51:28: Und dann gibt es das Gegenmodell dazu, die aggressive Monetarisierung in Form von ABC-Maus.

00:51:33: Ja wo du dann halt schon als Kind merkst so ich mach' das jetzt und dann stoße ich an einen Punkt oh hier ist jetzt der Paywall, hier müsste man jetzt dann zahlen.

00:51:41: Hab

00:51:41: hier dann mit Kreditkarte weiter.

00:51:43: Das

00:51:44: ist wie sozusagen in jedem Zoo mittlerweile dieser Welt, also in jedem Freizeitpark Die Eintrittskarte, die dann aber dazu führt dass ich dann weitere absellen.

00:51:56: Bei uns nennt man sowas Abselling.

00:51:58: Also in meiner Branche heißt sowas Abselling.

00:52:00: Ich habe sozusagen einen Funnel.

00:52:02: Das ist so eine Art Korridor den ich als Kundin durchlaufe Und in diesem Funnel gibt es verschiedene Methoden wie ich... ...die einfach noch mehr Zeug verkaufen kann das du eigentlich bereit warst zu bezahlen.

00:52:12: im ersten Schritt Das nennt mal ein Upselling und genau das was auch in diesem Zusammenhang passiert und ist etwas was keinenfalls förderlich ist um zu lernen sondern wieder nur ...um Geld zu verdienen.

00:52:25: Da ist es sehr förderlich dafür.

00:52:26: und diese Mechanismen funktionieren sehr gut, weil wenn ich mal emotional investiert bin in einen... In einem Ablauf, in der Angebot dann ist es deutlich schwerer diesen Verlust in Kauf zu nehmen als das Geld zu bezahlen um sozusagen diesem Verluster vermeiden.

00:52:40: Und das sind so ganz, ganz fiese Mechanismens die ich selbst als Erwachsener sehr, sehr schwer willendlich überwinden kann.

00:52:46: oder als Kind ist es mir eigentlich unmöglich.

00:52:48: Das muss man fairerweise sagen.

00:52:49: Ja sicher!

00:52:49: Und es ist eigentlich moralisch verwerflich sowas zu tun.

00:52:54: Kinder und solche, solchen Mechanismen auszusetzen?

00:52:56: Ja ist es muss man auch so sagen.

00:53:02: Es war jetzt schon eine sehr lange Folge, das war mega gut vorbereitet.

00:53:06: Ich glaube interessant wird sein.

00:53:07: was können wir mitnehmen aus dem Thema?

00:53:11: ich nehme jetzt mit all diese Sachen liegen an dem dass es ne Dosis für alles gibt.

00:53:17: die Dosis macht da auch ab wannses gift wird.

00:53:21: Und das zweite ist, wenn ich meinen Kindern in dieser Zeit Medieninhalte erlaube dann idealerweise begleitet und gemeinsam.

00:53:32: Ja!

00:53:32: Das wäre der Idealfall.

00:53:34: aber...

00:53:35: Wie realistisch das ist, sind wir da hingestellt?

00:53:38: Aber wir nehmen auch mit.

00:53:40: es gibt in der Qualität des Angebots deutliche Unterschiede was die Absicht der Betreiber oder derer dieser stellt haben angeht.

00:53:53: Da geht es auch um die Medienkompetenz der Eltern zu entscheiden, ist das jetzt ein Angebot wo ich sage da steht das Lernen meines Kindes im Vordergrund?

00:54:00: oder ist es ein Angebott wo ich sag dass steht Der Geldbeutel der Betreiber im vordergrund?

00:54:05: Das zu unterscheiden lernen ist glaube ich eine wichtige Kompetenz die man älter noch nie handgeben kann.

00:54:12: und wenn Medien eben gemeinsam Ich glaube, es können wir mal so mitnehmen.

00:54:22: Aber ich habe das Gefühl und der in der... Also auch in diesem Thema ist es jetzt nicht erschöpft würde ich behaupten was wir da diskutiert haben.

00:54:31: Niemals!

00:54:32: Also ich glaube der nächste logische Schritt wäre sich aus Entwicklungspsychologischer Perspektive da Expertinnenrat einzuholen?

00:54:42: Ja absolut also.

00:54:43: es ist natürlich gerade diese Altersgruppe dass es die.

00:54:47: wie bereitet man die dann jetzt eigentlich vor auf alles, was danach kommt.

00:54:53: Das, was wir jetzt die ganze Zeit diskutieren dieses Social-Media-Verbot, die Nutzung...

00:55:00: Interessanter Punkt eigentlich!

00:55:01: Wir bereiten jetzt schon Kinderm mechanisch drauf vor sozusagen in einer Realität um zu groß zu werden, die wir vielleicht für die jetzt verbieten.

00:55:11: Ja aber wirklich also da ist es irgendwie noch so.

00:55:13: ja gut ein bisschen Bildschirmzeit, ein bisschen schauen war's schon Und dann sage ich so, aber jetzt ... Jetzt

00:55:19: nicht mehr.

00:55:19: Ich

00:55:20: habe jetzt das Ernst des Lebens-Schule.

00:55:23: Ja klar.

00:55:24: Also ich glaube sozusagen was mir auch immer wieder vorkommt ist dass die ökonomischen Widersprüche die wir den ganzen Tag im Alltag mittlerweile gelernt haben zu akzeptieren in einer medialen Realität für Kinder knallhaft offen gelegt werden.

00:55:37: und im Prinzip da die Verhandlung dessen was ich als akzeptabel empfinde und moralisch vertretbar Jedes Mal wieder neue aus Tableau kommt und ich jedes mal wieder neu über Nachdenken muss.

00:55:50: Ist das was, was ich tun kann?

00:55:51: Ist es etwas, was sich bereit bin mitzugehen oder eben nicht?

00:55:57: Dann sage ich jetzt mal Danke für deine Vorbereitung fürs spannende Gespräch!

00:56:04: Und wir sehen uns dann in der nächsten Folge von Kopf hoch!

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