"Das Verbot entlastet die Plattformen, nicht die Kinder" mit Eşim Karakuyu

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00:00:01: Hallo Marlene!

00:00:02: Hallo Max.

00:00:03: Willkommen zu Kopfhoch

00:00:05: Technologien im Griff und nicht im Weg.

00:00:08: In Österreich und vielen anderen Ländern soll ja bald ein Social Media-Verbot kommen, also in manchen Ländern wurde es schon umgesetzt Und über diese Welt sprechen wir jetzt schon die ganze Zeit im Podcast und heute mit Eshim Karakuyu.

00:00:25: Sie ist jeden Tag dort unterwegs wo Jugendliche sich online aufhalten.

00:00:31: Eshim ist Sozialpädagogin, Jugendarbeiterin mit Schwerpunkt auf digitale Jugendarbeit.

00:00:38: Empowerment und genderspezifische Extremismusprävention.

00:00:42: Sie ist auch Beraterin in der Extremismusberatung tätig.

00:00:46: Sie isst Mitbegründerin mehrerer Online-Streetwork-Initiativen darunter eben das Frauen- und Gewaltpräventionsprojekt Nisa und arbeitet aus einer feministischen Perspektive daran, junge Menschen im Netz nicht allein zu lassen.

00:01:02: Und zuletzt hat sie mit Christopher Glanzl und Fabian Reicher das Buch Die Alternative Heldinnenreise Digital Storytelling von unten veröffentlicht!

00:01:13: Herzlich willkommen Eschim, freuen uns voll, dass du da bist.

00:01:16: Hi, danke für die Einladung.

00:01:19: Schön, dass Du da bist

00:01:21: Eschim, sind Kinder und Jugendliche im Internet eigentlich komplett alleine unterwegs oder gibt es da schon jemanden der sie quasi da abfängt begleitet?

00:01:35: Das ist eine coole Einstiegsfrage ich glaube weil sich in den letzten Jahren viel tut und viel getan hat.

00:01:42: Ich würde sagen das letzte Jahr und die letzten zwei Jahre vielleicht.

00:01:47: tatsächlich war das eine Zeit lang anders womit wir dann eben Angefangen hatten vor ca.

00:01:53: zehn Jahren, digitale Jugendarbeitsprojekte zu machen mit den Projektenminister gemeinsam die du gerade erwähnt hast aber auch Jamal Al-Hatib wo unterschiedlichste reaktionäre und extremistische Gruppierungen eigentlich das komplette Onlinefeld für sich alleine hatten.

00:02:11: Mittlerweile ist das ein bisschen anders.

00:02:13: Es gibt unterschiedliche Projekte und Initiativen der digitalen Jugendarbeit, der content-basierten aber auch nicht content- basierten Arbeit also das was du jetzt als Online Streetwork zum Beispiel beschrieben hast.

00:02:25: Personen die Nicht Content machen Aber in den Bubbles drin sind, in den Kommentaren drin sind Und versuchen da irgendwie mitzumischen und reinzukommen Aber auch Offline Angebote oder Also so klassische Jugendarbeiter in den Jugendarbeitsangebote, die dann ihre Angebote auch im Online-Ramen sozusagen präsentieren und sich selber präsendieren.

00:02:49: Wir merken da dass es auf jeden Fall einen Wandel gibt und auch ein viel größeres Bewusstsein dafür.

00:02:56: das ist unglaublich.

00:02:57: wichtig ist, dass wir auf diesen Plattformen als Multiplikatorennen unterwegs sind.

00:03:02: ich würde aber meinen da ist noch sehr sehr viel Luft nach oben auf jeden fall damit die Kids eben nicht alleine auf diesem Plattform sind und nicht alleine gelassen werden.

00:03:13: Wie kann man sich das dann vorstellen?

00:03:15: Also die Online-Streetworker, die sind dann in Foren unterwegs zum Beispiel oder in sozialen Netzwerken und sind dann irgendwie so eingreifend tätig oder moderierend...

00:03:31: Also online Street Work, die nicht content-basierte Arbeit.

00:03:35: Das mache ich tatsächlich relativ wenig weil ich eher auf Content basierte Arbeit arbeite.

00:03:41: aber das ist tatsächlich so dass sie sich dann Accounts zulegen, die oft auch einfach Transparenz sind.

00:03:47: Also wenn man auf Ihren Account sieht, sieht man dann wer sie sind oder wo Sie arbeiten und so weiter und versuchen in gewisse Bubbles reinzukommen aber auch im Kommentarspalten von AkteurInnen, die sehr auffällig sind, die immer wieder aufkommen usw.

00:04:03: Und versuchen dann ein bisschen zu moderieren, aber auch Fragen zu stellen also so'n bisschen zu intervenieren.

00:04:09: auch, wenn Ihnen Sachen einfällt Auf so Plattformen wie Instagram und TikTok funktioniert das gut, weil die Plattform sozusagen offen sind.

00:04:19: Es gibt aber auch sehr viele Plattform oder Gruppen auf Plattforms wie zum Beispiel Signal- oder Telegramm, in die kommst du schwierig rein

00:04:30: bzw.,

00:04:30: wenn du da irgendwie auffällst dann bist du relativ schnell draußen.

00:04:34: Das ist eben eine Problematik, die Online Street Work mit sich zieht.

00:04:38: Aber so ungefähr kann man sich das vorstellen.

00:04:40: ja!

00:04:41: Vielleicht kannst du kurz nochmal den, weil ich glaube es ist sozusagen für uns selbst verständlich.

00:04:45: Aber noch mal kurz erklären was heißt in content-basierte Arbeit?

00:04:50: Content-basierter Arbeit verstehen wir als Arbeit wo wir selbst als MultiplikatorInnen gemeinsam mit unseren Jugendlichen unterschiedliche Jugendliche Dialogruppen nennen wie sie gemeinsam Content zu bestimmten Themen erstellen.

00:05:08: So sind auch die letzten Projekte entstanden.

00:05:12: Die letzten Projkte, die wir gemacht haben, sind content-basierte Projekten sozusagen.

00:05:18: Also Content passiert im Telefon?

00:05:20: Da entstehen Videos da entstehen Texte da entsteht Bücher also im Prinzip Beiträge über also im weitesten Sinne audiovisuelle Inhalte wenn ich dich richtig verstehe

00:05:31: Genau, also ich kann ein Beispiel aus dem letzten Projekt Girls Matter zum Beispiel geben oder Modern Dead Girl hieß dann das.

00:05:37: Da hatten wir eine Dialogruppe an jungen Frauen mit denen wir das ganze Projekt über gearbeitet haben fünf junge Frauen die sich für die Thematiken einfach interessiert haben und wir sagen ja immer dass die Jugendlichen die Expertinnen ihrer Lebenswelt sind.

00:05:52: Also wir arbeiten da immer von vornherein auch partizipativ Das heißt, wir machen wenig bis keine Projekte ohne dass wir mit Jugendlichen selbst arbeiten und sie da einbinden.

00:06:04: Und dann fangen wir an zum Beispiel zu schauen welche Themen sind gerade relevant für euch?

00:06:08: Welche Themen sind für eure Altersgruppe grade relevant?

00:06:11: Was gibt es grad für Trends oder Trending-Tropics die wichtig sind also Trending Topics Themen, die gerade im Trend sind immer wieder diskutiert werden und sozusagen eigentlich jedem ausgespielt werden unabhängig von dem Algorithmus oder unabhängig davon, in welcher Nischschädel dich gerade bewegst.

00:06:31: und legen dann gemeinsam mit den Jugendlichen ein Thema fest.

00:06:35: Und dann überlegen wir uns, okay, wem wollen wir mit dieser Thematik erreichen?

00:06:40: Was wollen wir erreichen?

00:06:41: Also was ist unser Ziel unsere Zielgruppe?

00:06:44: Mit welchem Format wollen wir das machen?

00:06:46: soll das eben wie in neunzig Sekunden TikTok Videos oder Reels sein?

00:06:50: Soll das irgendeine Slideshow sein?

00:06:52: Wollen wir einen Kurzfilm von zehn Minuten machen

00:06:55: etc.,

00:06:56: unzählige Formate.

00:06:59: Und dann geht es tatsächlich in Diskriptarbeit, ins Diskussieren.

00:07:03: Wir arbeiten da sehr viel auch mit narrativer Biografie-Arbeit.

00:07:06: also wir arbeiten da selbst mit den Jugendlichen auch intensiv an den Thematiken erstellen von dem heraus sozusagen Ideen für das jeweilige Format drehen die mit ihnen gemeinsam ab und dann wird geballert so wie mein Kollege Fabian immer gerne sagt Das heißt gepostet und geteilt.

00:07:29: Es fühlt sich tatsächlich sehr nach... Man muss schon wirklich das Ball an mittlerweile bezeichnen, dass man überhaupt noch existent ist.

00:07:36: Das merken wir auch.

00:07:37: in dem Moment wo man einen Ticken nachlässt, merkt man sofort Algorithmus says no line goes down.

00:07:44: Ja, das ist tatsächlich eine große Thematik bei uns.

00:07:47: Wir haben jetzt gerade noch ein Projekt Peer Narratives heißt es bei der Beratungsstelle wo wir dann gesagt haben hey!

00:07:53: Wir arbeiten schon so lange mit Jugendlichen zusammen.

00:07:55: Lasst uns sie doch als Peers einfach auch für Workshop also Offline Workshop Formate ausbilden.

00:08:01: und diese Content Schiene die machen wir nebenbei sozusagen im Projekt aber... als zweite Standbein sozusagen.

00:08:11: Und dann ist da eine junge Frau dabei gewesen, die mit vierzehn bei NISA schon dabei war glaube ich und jetzt dass sie studiert, sie Politikwissenschaften und ist jetzt in diesem Peer-Projekt mit dabei und hat sich von vornherein gesagt also es stimmt das mit der Kampagnenarbeit, dass wir sechs Monate drehen und dann posten wir aber nur zwei Monate, das machen wir nicht mehr, das funktioniert nicht.

00:08:36: Weil da, weil wie du gesagt hast es muss immer wieder was kommen.

00:08:42: Man muss im Gespräch bleiben.

00:08:43: wir merken auch bei den Kampagnen eben bis wir überhaupt in unserer Zielgruppe drin sind dauert das jetzt zwei drei Wochen.

00:08:51: also Wir kommen meistens Gott sei Dank in genau unsere zielgruppen rein.

00:08:55: dass ist super.

00:08:57: Aber es ist ein schade wenn's dann aufhört so zu sagen und daher kann man das ziemlich als Ballern bezeichnen.

00:09:03: ja

00:09:05: Das heißt eigentlich Wenn ich dich jetzt so richtig verstehe, das ist ja schon krass.

00:09:09: Das ist im Prinzip die Analogie, die mir jetzt einfällt wie früher in Prinzip Stammtische oder wo du jetzt im Prinzip in einem Wirtshaus in so eingeschworene Gruppen irgendwie nicht einfach hinkommst sondern du musst erstmal sozusagen eigentlich schauen... Wie oft tauchst du auch auf dem Wirtshaus?

00:09:25: Sitzt er öfter da näherst Dich sozusagen diesem Stamm-Tisch an und irgendwann darfst Du mal sozusagen mal im Rande sitzen usw.

00:09:31: Also wenn ich dich nun richtig versteh' diese Art von Arbeit eine, wo du lange mal hinarbeiten musst.

00:09:38: Dass du eigentlich erstmal zu dem Zirkel gehörst, wo dann einmal in die Lage kommst überhaupt zu verstehen was tut sich da?

00:09:45: Wie kann ich mich dem sozusagen nähern und auch stufig das dann im weiteren Schritt überhaupt das problematisch ein.

00:09:54: Das heißt es ist ja nehm' ich mal an auch wahnsinnig viele Anführungszeichen Kilometer die man machen muss, dass man mal überhaupt an den Punkt kommt wo ein Gespräch möglich ist.

00:10:07: Du meinst jetzt mit dem Personen im Online-Ramen sozusagen?

00:10:10: Genau also sozusagen mit den Communities im Online Rahmen ja.

00:10:14: Ja voll ich glaube es sind unterschiedliche Ebenen.

00:10:16: also es sind mehrere Ebene.

00:10:19: Ich glaube was wichtig ist So haben wir zum Beispiel auch das Buch aufgebaut.

00:10:26: Wir haben da zwei Teile drin, den ersten Teil, den theoretischen Teil für alle die wissen wollen was geht überhaupt auf diesen Plattformen?

00:10:33: Was sind bestimmte Begrifflichkeiten wie entwickelt sich Social Media und welche Bedeutung hat das für unsere Jugendlichen?

00:10:39: Und in der zweiten Ebene dann okay was mache ich wenn ich selbst auf Social Media aktiv werden will?

00:10:46: Und die Arbeit, die du gerade beschrieben hast besteht aus diesen zwei Teilen eigentlich.

00:10:51: Der erste Teil ist wenn ich mit Jugendlichen zusammen arbeite, wenn die mein Hauptklientel sind sozusagen als Jugendarbeiterin und als Beraterin aber auch zum Beispiel, wenn ich Elternteil bin und einfach wissen möchte was konsumieren da meine Kinder eigentlich den lieben Langtag?

00:11:11: Dann fängt schon mal damit an dass wir bei diesen Plattformen nicht den Schierer Panik ausbrechen, sobald wir deren Namen hören.

00:11:20: TikTok zum Beispiel an allem gefühlt ist.

00:11:23: TikTok-Schuld und so weiter und sofort.

00:11:26: Das heißt ein bisschen mal reinzuschauen sich das zu installieren sich damit auseinanderzusetzen, vielleicht sogar den Algorithmus so zu trainieren dass die Dinge ausgespielt werden, die vielleicht deinem Kind oder deinen Jugendlichen oder deine Hauptzielgruppe und soweit auch ausgespielt werden würden.

00:11:43: Das ist tatsächlich möglich das machen wir.

00:11:47: Sich damit auskennen.

00:11:48: Das heißt ein bisschen an Bild davon zu haben womit beschäftigen sie sich gerade?

00:11:54: Welche Themen sind gerade relevant?

00:11:56: Weil wenn wir dann zum Beispiel auf diese Content Ebene gehen Wir sagen ja immer, unsere Haltung ist wir müssen dort sein wo die Jugendlichen sind und wir müssen aktiv dort sein was die Jugendliche sind.

00:12:11: Deswegen arbeiten wir eben auch Content basiert das heißt wir machen audiovisuelle Dinge die wir teilen Genau.

00:12:20: Wir arbeiten contentbasiert, aber die Frage ist ja auch wie kann ich die erreichen sozusagen?

00:12:25: Dann muss sie mich auskennen damit was es gerade los, welche Formate funktionieren gut für diese und jeweilige... Für die jeweilige Zielgruppe.

00:12:35: Es gibt unterschiedliche Unmengen von Trends also visuelle Trends, Audiotrends, Hook-Trends etc.

00:12:42: Und sich so ein bisschen auszukennen was da grad abgeht und dann eben den Content so zu gestalten, dass er auch tatsächlich zur Zielgruppe passt.

00:12:51: Und das kann man dann in dem prüfen, indem man schaut, okay bin ich in der Zielgruppen drin?

00:12:57: Funktioniert das?

00:12:59: Passiert zum Beispiel auch Interaktion?

00:13:02: Und wenn nicht, dann einfach nochmal in die Rückschleife zu gehen und zu schauen, wo hat es vielleicht nicht gut funktioniert?

00:13:12: Du, weil du jetzt auch nochmal euer Buch erwähnt hast.

00:13:17: Der Untertitel ist ja eben Digital Storytelling von unten.

00:13:21: Magst du das vielleicht auch noch mal ausführen?

00:13:23: Was meint ihr mit von unten?

00:13:27: Ja ich habe tatsächlich gestern irgendeine Diskussion irgendwo gehört dass es auch kritisch betrachtet werden kann dieses Von Unten.

00:13:36: und was ist oben.

00:13:38: Unser Ansatz beim Storytailing von unten?

00:13:46: Es gibt Unzählige von Geschichten, die seit jeher erzählt werden und die Macht der Geschichten liegt sozusagen in den Hand der scheinbar übermächtigen Gegner.

00:13:57: Wir beschreiben da zum Beispiel die Geschichte von David und Goliath im Buch als sozusagen scheinbaar übermächiger Gegner.

00:14:04: und der David, der eben von unten dann den mächtigen Gegner besiegt usw.

00:14:10: Und wir hören sehr viele Geschichten.

00:14:13: Das passt auch zur Frage, sind unsere Jugendlichen damit alleine?

00:14:17: Diese Plattformen sind überflutet von Geschichten die aus der Sicht der Mächtigen.

00:14:22: Wo das Kapital liegt oder wo auch die Reaktionären oder extremistischen Menschen und Gruppierungen unterwegs sind, wo die Privilegierten sind, die Lautesten sind... Die sind sehr präsent!

00:14:36: Und deren Geschichten sind auch präsente weil sozusagen Sie die Privilegien haben oder auch sie die Bühnen haben, das zu bespielen.

00:14:46: Mit Social Media ist etwas passiert was im sonstigen zum Beispiel klassischen Medienraum wenig möglich ist es nämlich dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und ihren Kapital welche Richtung auch immer von ihrem Background usw.

00:15:05: eine Bühne für sich haben.

00:15:07: Deswegen sprechen wir auch davon, dass so Schmiede die größte Bühne der Welt ist.

00:15:11: Dies gilt zu bespielen und Storytelling von unten bedeutet das die Geschichten, dass die alternativen und neuen Geschichten von Menschen, die auf Solidarität setzen, die Auf Community setzten ,die auf progressive Erzählungen Setzen, dass sie einfach dort erzählt werden können und erzählt werden von den betroffenen Personen selber.

00:15:37: Also es gibt ja auch Bühnen, die manchmal zur Verfügung gestellt werden und dann heißt das kommen wir holen jetzt Gruppe XY oder Community XY usw.

00:15:48: Wir stellen die Bühne zur Verfügung Und dann können sie da einmal im Jahr ein paar Wochen sozusagen die Büne haben in dem Rahmen in dem Rahmen sozusagen, die ihnen zur Verfügung gestellt wird.

00:16:05: Aber wenn die Bühne wieder entzogen werden würde dann würden sie sozusagen bühnenlos bleiben.

00:16:11: und die Geschichte von unten oder unser Ansatz ist wir möchten unsere eigenen Geschichten erzählen auf den Bühnen, die uns zur Verfügung stehen Und das isst auch so Schmidia wo sozusagen auch unsere Zielgruppen einfach unterwegs sind Die Jugendlichen, die Kits unterwegs sind.

00:16:29: Die Zylgruppen können sich ändern, aber wir arbeiten vor allem eben mit Jugendlichen.

00:16:36: Und so ein Verbot – also gehen wir von diesem Verbot aus – das würde ja dann eigentlich Jugendlichen genau diesen Zugang verwehren?

00:16:45: Also es ist dir eigentlich auch diese Sehnsucht nach Gemeinschaft und Anerkennung haben und diese Bühne eigentlich nutzen können und die Bühnen würden ihnen dann genommen werden?

00:17:00: Das Verbot hat glaube ich mehrere Ebenen.

00:17:03: Ich persönlich halte nicht sehr viel vom Verbot, weil die erste Frage ist schaffens die Kids eh nicht auf diese Plattform über andere Wege?

00:17:13: Das ist die erster Frage.

00:17:14: also bringt wirklich ein Verbot dass die Kids bis zu vierzehn oder sechzehn Jahren überhaupt nicht mehr auf diesen Plattform sind?

00:17:22: das kann ich mir schwer vorstellen.

00:17:24: Sie finden Wege wie sie es trotzdem schaffen trotz dem Verbot auf dieser Plattform zu kommen.

00:17:28: genau

00:17:31: Das ist das eine.

00:17:32: und das zweite ist, dass die Verantwortung sozusagen, die eigentlich den Plattform gehören würde.

00:17:38: Nämlich da ihre Algorithmen anzupassen, da irgendwelche Mechanismen einzubauen, Schutzaspekte einzubauen, Monitoring

00:17:45: etc.,

00:17:45: etc.

00:17:47: auf die Jugendlichen verlagert wird, so zu sagen.

00:17:50: Also wenn die Jugendliche nicht da drauf sind dann ist auf diesen Plattformen keine Problematik aber die problematischen Inhalte vor denen wir ja die Kids schützen wollen sind ja nach wie vor auch diese Plattform.

00:18:01: also ich bin der Meinung dass die Plattform in die Pflicht und in die Verantwortung gezogen werden sollten und gleichzeitig ist Social Media Neben all den Problematiken, die sehr oft eben im Vordergrund sind aus unserer Sicht eine Riesenschance.

00:18:19: Es ist eine Riesenchance für Jugendliche aber tatsächlich auch für Multiplikatoren und Eltern.

00:18:26: Für Jugendliche warum?

00:18:28: Wir sprechen zum Beispiel über Online-Lebenswelten und Online-Identitäten.

00:18:33: Das heißt, das so schmiede ja und damit müssten wir uns auch wenn es hart ist abfinden schon zu Lebenswelten von Jugendlichen geworden ist.

00:18:41: Die wachsen damit auf die schauen da rein, die nutzen das als Suchmaschine.

00:18:48: zum Beispiel die TikTok Suchleiste ist die frühere Bibliothek sozusagen.

00:18:53: Wenn ich eine Frage habe dann klicke ich das rein in die TikTok suchleiste.

00:18:58: Und stellen wir uns vor Eine Person, früher ohne Social Media in einem kleinen Ort oder im kleinen Dorf – ich bin auch in so einem ganz kleinen Ort aufgewachsen – ist jetzt vielleicht die einzige marginalisierte Person.

00:19:17: Aus welchen Gründen auch immer?

00:19:18: Entweder aus der Herkunft oder eine queere Person etc.

00:19:22: Und dann bist du da alleine und hast das Gefühl, du bist anders!

00:19:26: Du bist falsch... Du bist alleine.

00:19:29: Das macht dir auch was mit Kids und heutzutage nimmst du dein Handy in die Hand und kannst scrollen und siehst, du bist nicht allein.

00:19:36: Es gibt Menschen, die dieselben Struggles haben, die das auch feiern Und es ist absolut normal und es ist eine Ordnung und es kann ein Empowerter oder ein powerndes Aspekt meines Lebens sozusagen.

00:19:47: Diese Erfahrungen machen Jugendliche mit Social Media.

00:19:50: Ist kein Zufall dass im deutschsprachigen Raum die größten TikToker Sind TikToker, genau.

00:20:01: POC sind die sich als muslimisch identifizieren.

00:20:06: Also Gruppen sozusagen, also junge muslimische Männer, die sehr viel Ausgrenzung oder Diskriminierung auch erfahren in der Aufleinwelt.

00:20:15: Das ist kein Zufall weil dieses... Es gibt viele von uns und dass es okay so einfach dort ganz, ganz präsent ist.

00:20:30: Und zum anderen bezeichnen wir das auch immer als Spielwiese der Identitätsentwicklung oder als auch Identitäzkollage.

00:20:38: Ich kann also die Geschichte von früher dein Opa war Metzger, dein Vater war Metzer und du wirst Metzge werden weil da schon immer so war und das wird auch immer so sein und es gibt keine Alternativen es heute auch damit erledigt wenn wir auf unser Handy schauen und sehen, was für Möglichkeiten es noch so gibt sozusagen an Identitätsentwürfen die ich mir aneignen kann.

00:21:03: Es gab letztes Jahr ein Trend auf TikTok von den Enkelinnen und Kindern von sogenannten GastarbeiterInnen, die dann eben gesagt haben hey mein Opa oder meine Oma usw.

00:21:17: hat in dieser Fabrik gearbeitet, in der ich jetzt sozusagen die Leitung übernommen habe oder ich arbeite als Richterin in Seelen, die meine Mutter früher geputzt hat oder sowas.

00:21:26: Die sind diesen Sprung auch diese alternative Identitätsentwurf und denen auch sichtbar machen zu können und zu sagen okay das ist möglich Und Jugendliche nehmen sich das, schauen was ist möglich.

00:21:41: Setzen ihre Identitätskollage zusammen die auch problematische Inhalte haben können weil sie sind jugendlich.

00:21:48: Weil wir alle mit vierzehn fünfzehntsechzehn problematischen Ansichten hatten sozusagen und können das dann wieder aber ablegen und sich ihre Identitätskollage neu bauen.

00:22:01: Da sind wir wieder an dem Punkt warum es wichtig ist diese Plattform zu bespielen, statt sie nur zu verteufeln, nämlich wenn unsere Jugendlichen und das machen sehen.

00:22:11: Das wird niemals verschwinden!

00:22:12: Wenn TikTok verschwindet kommt die nächste Plattform, dann bin ich hundertprozentig überzeugt.

00:22:17: Wenn wir unsere Jugendliche dort haben, die das Handy in die Hand nehmen und da drauf klicken und versuchen Fragen auf ihre Antworten hinsichtlich ihrer Identität, hinsichtlich Zukunft – all diese fragen sich junge Menschen auch Erwachsene-Menschenstellen stellen?

00:22:34: Und die einzige Antwort, die ihm gegeben wird oder die masseren Antworten, die ihn gegeben wird ist vorrangig von reaktionären und extremistischen Gruppierungen.

00:22:44: Von männlichen Influencerinnern, die problematische Dinge verbreiten was gerade sehr präsent und immer größer wird und diesen zum Beispiel Retraditionellisierungstrend angespielt bekommen.

00:22:58: Keine Alternativen!

00:23:01: dazu bekommen, dann haben wir sozusagen unsere Jugendlichen auf diesem Plattform alleine gelassen.

00:23:13: Also das heißt pragmatisch betrachtet ist im Prinzip so du sagst jetzt diese den Entwicklungen sind einfach da wenn ich dich richtig verstehe im Sinne von es gibt gewisse Interessen die bei diesen Plattformen dahängen.

00:23:29: Wir sind in dieser Informationszeit alt an dem man uns befinden und Im Prinzip ist es ein recht pragmatischer Zugang zu sagen, man darf jetzt nicht sozusagen den reaktionären Ideologien des Feld überlassen.

00:23:43: Weil ganz praktisch die Kinder früher oder später oder Großteil der Kinder einfach wie immer mit dabei wissen auf diesem Plattformen landet.

00:23:50: und das wäre jetzt sozusagen der falsche Weg WO zu sagen und so er ist halt so weil's aus deiner Sicht dann aus eurer Sicht einfach zu viele Menschen betrifft dass da Ich sage jetzt Kampflos, das Spielfeld einfach davon dann entzieht und sagt ja ist halt so.

00:24:08: Weil du das Thema angesprochen hast mit dem problematischen Inhalte Wie sehr siehst du das thema?

00:24:17: oder wie sehr würdest du sagen hat sich aus deiner Sicht Ja es stimmt ihm zu.

00:24:24: also mit vierzehn hat man Weltansichten die sicher auch einfach aufgrund des Alters natürlich nicht so ausgeprägt sein können.

00:24:32: Wie sehr ist es aber doch diese Skalierung von problematischen Inhalten, die zum Problem wird?

00:24:38: Also ist das was wo du sagst okay wir sehen... Das ist eh da.

00:24:44: grundsätzlich also diese Ideologien die gibt's einfach.

00:24:48: Problematische Inhalte gab's immer schon.

00:24:51: inwieweit spielt das Thema Die Skalierung und die Erreichbarkeit dieser Plattformen auf dem globalen Maßstab.

00:24:57: Und vor allem diese Individualisierung hinzu, ich spezifisch kenne dich als Person auch als Jugendliche so genau dass ich dir ganz spezifik die Inhalte sozusagen zuspielen kann.

00:25:10: ist das was ihr als Veränderung per se wahrnehmt oder ist es etwas wo ihr sagt ist schon zu technisch oder zu sehr detail dass man solche Sachen gar nicht Gedanken machen?

00:25:24: Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage ganz verstanden habe.

00:25:27: Also im Sinne von dass es einfach leichter erreichbar ist, dass Jugendlichen durch so Schmiede auch leichter Erreichbar sind durch diese Erzählungen oder...

00:25:35: Erstens das und zweitens viel gezielter Ansprechbar sind als zum Beispiel das Thema früher nach der Fall wo ich sage okay ich hab mit Büchern oder mit Versuch mit Öffentlichkeitsarbeit im Sinne dieser direkte Erreichbarekeit und dieses Hyperindividualisierung, den wir heute eben mit dem dass ich ja sage, mittlerweile wissen wir, jeder hat einen anderen TikTok und Instagram Feed.

00:25:54: Und er wird so genau ausgesteuert.

00:25:56: also erst dann unterschiedlich Jahr aber doch wieder gemeinsam in diesen Gruppierungen die sozusagen sich zusammenfinden oder den größeren Korraten, die immer wieder zusammengefunden sind Wie sehr ist es ein Thema wo ihr sagt das ist was was ihr aktiv am Schirm habt?

00:26:10: Ist das etwas was ihr problematisch seht?

00:26:11: oder ist das was wo ihr gesagt Am Ende vom Tag macht's keinen Unterschied solange das große Gesamte in der Großwetterlage so ist wie sie.

00:26:21: Ich glaube natürlich, dass die Zugänglichkeit zu allen Informationen eine ganz große Rolle spielt.

00:26:26: Das spielt für uns alle eine Rolle und damit ist es auch diese Zugänglichkeit zu bestimmten Erzählungen oder auch die Erreichbarkeit von jungen Menschen ist natürlich viel einfacher.

00:26:41: Wir haben das gesehen in den letzten Jahren einfach.

00:26:45: Oder ein Beispiel vor circa zehn Jahren oder bisschen mehr als zehn Jahren, als wir das Projekt Jamal Al-Hatib gestartet hatten.

00:26:54: Da war der sogenannte islamische Staat mit seinen Propagandavideos ja ganz, ganz präsent auf YouTube und man muss sich vorstellen da hat eine sogenannte Islamische Stadt einfach absolut gecheckt wie diese Plattform funktioniert Wie sie ihre Zielgruppen erreichen wie sie eben genau dahin Beerzielen können wo sie ihre Jugendlichen und ihre jungen Erwachsenen erreichen wollen sozusagen.

00:27:18: Und das ganze Feld hat ihnen gehört, weil es damals noch nicht jeder so gecheckt hat wie wichtig das eigentlich ist auf diesem Plattform unterwegs zu sein.

00:27:29: heute zu tage heutzutage also gestern habe ich ein video gesehen dass es Auf instagram so viele creator gab wie noch nie.

00:27:37: Also es gibt eine masse an sozusagen Creators, also Menschen die aktiv Content posten.

00:27:45: Und nach wie vor ist es so dass wir beobachten das eben reaktionäre Gruppierungen extremstische Gruppierung da sehr gut sind einfach rauszufinden und das ist glaube ich das was du meinst mit diesen die Jugendlichen ganz bestimmt zu erreichen Was die Jugendliche brauchen und wie sie konsumieren und das müssen wir eben auch rausfinden.

00:28:09: Und deswegen habe ich ja auch gesagt, wir müssten uns mit diesen Plattformen auseinandersetzen und den Inhalten die sich unsere Jugendlichen sozusagen den ganzen Tag reinziehen.

00:28:19: Ich bitte euch ein Beispiel es gibt einen selbsternannten Prediger der durch die Decke auf TikTok gegangen ist mit so einem Q&A Format, also Frage-Antwortformat wo die Jugendlichen ihnen auf TikTok alle möglichen Fragen religiösen und theologischen Fragen gestellt haben.

00:28:44: Und er wirklich alle mögliche Fragen beantwortet hat.

00:28:48: Er hat einfach verstanden dass die Jugendliche eine sehr kurze Aufwärmsamkeitsspanne haben das heißt er hat hochkomplexe Fragen.

00:28:59: Und zweitens hat er verstanden, dass Jugendliche einfache Antworten auf schwierige Fragen suchen in sehr einfachen Antworten beantwortet.

00:29:08: Also das ist erlaubt und dann maximal ein Halbsatz sozusagen.

00:29:16: Was er auch gemacht

00:29:17: hat, ist,

00:29:19: dass er unabhängig davon wie witzig oder wie bescheuert die Frage war, die Fragen genommen hat und sie mit voller Ernsthaftigkeit beantwortete.

00:29:31: Also die Jugendlichen in dieser Frage ernst genommen hat und diese dann ernsthaft sozusagen beantwortet hat.

00:29:40: Und das sehen wir auch noch, dass eben unterschiedlichste Gruppierungen oder unterschiedliche auch Einzelpersonen, auch Akteurinnen einfach verstehen wie diese Plattform funktionieren wo ihre Jugendlichen unterwegs sind und mit welchen Herausforderungen Konfrontiert sie denn in ihrem Alltag?

00:30:02: Sie sprechen ja nicht in den luftlären Raum.

00:30:08: Also, das entsteht ja auch nicht sozusagen im luftleeren Raum und da möchte ich wieder diese positiven Aspekte mit reinholen.

00:30:14: Das ist auch ein positiver Aspekt für uns.

00:30:17: Alles entsteht nicht in diesem luft leeren Raum.

00:30:19: Es entsteht alles in Beziehung zu was gerade gesamtgesellschaftlich abgeht Was zivilgesellschaftliche abgeht?

00:30:27: Was gerade in den Medien los ist?

00:30:30: Was betrifft junge Menschen zum Beispiel Welche Problematiken haben Sie?

00:30:36: Wo fühlen sie sich alleine gelassen, welche Bedürfnisse haben Sie die nicht gehört oder zu wenig gehört werden und wo wenige Antworten einfach angeboten werden.

00:30:46: Und die greifen das alle auf!

00:30:48: Es ist kein Wunder dass sie den lieben langen Tag über Problematik von jungen Menschen und jungen Erwachsenern sprechen wenn wir uns den aktuellen Trend um Retraditionalisierung anschauen also diese ganze Manusphäre bubble ganz kurz als Loses eigentlich Online-Letzwerk von vor allem Männern, die sozusagen unterschiedlichen Content machen darüber wie ein richtiger Mann zu sein hat.

00:31:17: Angefangen von wir ist bis wir trainiert, was er arbeitet bis wir seine Partnerin behandelt sozusagen aber auch das Gegend pool.

00:31:26: natürlich haben Männer immer eine Meinung dazu wie Frauen zu sein haben sogenannten Treadbifes und traditionellen oder Stay at Home Bifes, also traditionelle Hausfrauen eigentlich könnte man so erzählen.

00:31:39: Also dieser Tritraditionalisierungstrend der jetzt unabhängig passiert von bestimmten Formen von Extremismus oder bestimmte Strömungen usw.

00:31:49: Das ist gerade voll der Trend.

00:31:50: den finden wir auch in so esoterischen oder so Yoga Bubbles und so weiter mit dieser göttlichen Weiblichkeit und Meditieren usw.. Jeder kommt in seine Energie, also die Frau und die weibliche Energie der Mann in den männlichen Energie.

00:32:08: Das ist jetzt eine Sache genau als Beispiel, die eigentlich an sehr reale Probleme von jungen Menschen andockt, an sehr reale Herausforderung und sehr große Identitätsfragen.

00:32:26: Ich habe tatsächlich keinen einzigen Klienten und keine einzige Klientin wo ich nicht über Geschlechterbildersprecher.

00:32:35: Wo ich nicht darüber spreche, was es bedeutet an Mann zu sein?

00:32:38: Was ist bedeutet eine Frau zu sein wie Beziehungen gestaltet werden können?

00:32:44: Was eigentlich Geschlechtergerechtigkeit oder Gleichwertigkeit bedeutet.

00:32:51: Und man muss sich vorstellen beim Girls Matter Projekt, dass wir in der Beratungsstelle Extremismus gemacht haben.

00:32:56: Dass ich geleitet hatte, haben wir sechs Monate nur Bedarfserhebung gemacht.

00:33:00: Das heißt, wir haben sowohl Multiplikatoren als auch Jugendliche junge Frauen und das war ein Frauenprojekt befragt darüber was ihnen wichtig ist welche Herausforderungen sie haben usw.. Und drei Punkte waren den jungen Frauen sehr wichtig in dieser Ich-Bildung, also in diesem Selbst.

00:33:18: Wer bin ich eigentlich ist?

00:33:19: Dass ich in Beziehung, dass ich als Frau und das ich als ideale Person.

00:33:28: Wenn wir uns diese Angebote von diesen Retraditionalisierungstrends oder... Eigentlich ist es kein Trend mehr, es ist schon vielmehr.

00:33:36: Aber wenn wir uns die Angebote anschauen dann beantworten sie die Frage wie deine Beziehungen zu sein hat egal welche Das ist nicht nur die romantische Beziehung, sondern auch dir zu deinen Freunden nennt.

00:33:46: Zu deiner Familie

00:33:47: etc.,

00:33:48: etc.

00:33:49: Dann beantworten sie dir ganz genau die Frage was eine Frau zu sein hat wie sie sich zu verhalten hat aber auch wer ein Mann zu sein und wie er sich zu Verhalten hat.

00:33:59: Und Sie beantwortet dir ganz klar die Frage wie du die perfekte Frau wirst Perfekt die Ehefrau Die perfekste Schwester, die perfektirgendwas Also das Ideale selbst.

00:34:11: Das heißt, wir haben Akteurinnen die schnell sind.

00:34:17: Die gut sind und die sich mit der Lebensrealität, der Jugendlichen und unserer Zielgruppe – weil wir haben übrigens dieselbe Zielgruppen – auseinandersetzen.

00:34:29: Ich kann absolut nachvollziehen wenn viele meiner Kolleginnen zu mir sagen ist ich packe es nicht sorry!

00:34:34: Ich kann nicht jeden Tag eine Stunde auf TikTok unterwegs sein.

00:34:38: Kannst du verstehen?

00:34:39: Und gleichzeitig sind diese Personen die ganzen Tag auf Tiktung unterwegs und schauen sich

00:34:47: ausdauer.

00:34:48: Genau, ja und dann so ein bisschen ein Bild davon haben.

00:34:54: Und jetzt mache ich mal einen Punkt.

00:34:55: Jetzt aus der Elternperspektive... Ich nehme mir an also wie ich das zum Beispiel auch kenne von den Beratungsstellen Extremismus.

00:35:04: es kommen ja dann Kinder- und Jugendliche zu dir oft mit Eltern und das ist natürlich die große Frage, so eine Radikalisierung, sag ich jetzt mal.

00:35:17: Die passiert ja oft leise und schleichend oder das ist ja nicht was, was jetzt irgendwie sofort passiert?

00:35:21: Oder würdest du eher sagen da kann es schon mal auch einfach einen Bruch geben von heute auf morgen?

00:35:27: Und wie... Was redest du dann Eltern, Oder kriegen die das oft auch überhaupt gar nicht mit?

00:35:37: Wie geht ihr das an?

00:35:38: oder was ist da deine Erfahrung damit in dieser Elternarbeit.

00:35:44: Und vielleicht kann man die Frage noch ein bisschen breiter fassen sogar, was würdest du grundsätzlich weil Eltern raten um eigentlich so mal einen Anfang zu finden und zu sagen Schau mal her, das Social Media es geht jetzt los war noch immer mal sich dafür entscheidet.

00:35:59: gibt's vielleicht so Grundlagen wo ich sagen kann in der Beziehung mit meinen Kindern, dem Zusammenhang mit dem jetzt beginnt sozusagen hier das tiefe Schwimmbäcken.

00:36:09: Ab jetzt wird es ernst sozusagen?

00:36:12: Was muss ich denn beachten als Eltern, dass sich dann einen Austausch mit meinen Kindern bleibt und einen sinnvollen Umgang findet?

00:36:20: Ich glaube da fange ich gleich mal an.

00:36:22: Ich glaub bei So Schmiede ist das ganz wichtig um ein bisschen Abstand zu gewinnen auch wenn's schwer ist als Elternteil vor dieser Erzählung, dass so Schmieder ganz böse isst sondern eher vielleicht die Perspektive einzunehmen.

00:36:35: Okay, ich kann damit vielleicht... Ich persönlich kann damit nicht viele anfangen und ich mache mir Sorgen und habe Angst

00:36:40: etc.,

00:36:41: mir ist es zu viel, zu schnell, zu laut aber es ist ein wichtiger Bestandteil für meine Kids.

00:36:47: Und dann die Herausforderung anzunehmen zu sagen, ich sehe Social Media vielleicht auch als eine Chance mit meinen Kids in Gespräch zu kommen sagen wir, die Kids sagen irgendwas und das erschreckt zum Beispiel Eltern ganz arg.

00:37:08: Dann hat er plötzlich gesagt – und es geht nicht!

00:37:10: Das passiert z.B.

00:37:11: bei Lehrerinnern, die bei uns anrufen auch ganz arg – na woher kommt das?

00:37:14: Und so weiter und so fort... Wenn man dann eben auf die Kids zugeht und sagt, dass ist ganz schlimm und du kriegst jetzt Handyverbot oder keine Ahnung was, was so erziehrische Maßnahmen sind weiß ich nicht aber dann gehen die Kids ja auch auf Widerstand.

00:37:31: Und dann passiert etwas, nämlich dass sie zu machen... ...die Kids und wenn Sie in Widerstaunt sind, dann ist es halt schwieriger mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

00:37:42: Und wir empfehlen oder ich würde den Eltern einfach empfehle das auch die Perspektive ein bisschen zu ändern.

00:37:49: Die kritische Sache einfach nicht zu vergessen.

00:37:52: Ich glaube, dass es eben nicht möglich sozusagen aber die Perspektive zu ändern und so schmiede als Chance zu sehen um vielleicht auch mit den Kids in Gespräch zu kommen und zu sagen hey zeig mir das mal woher du das hast und sich das mal gemeinsam anzuschauen unter Entbeziehung nochmal zu treten Und nicht auf dieser Ebene zu sein von Du machst alles was damit zu tun hat ist ganz schlimm.

00:38:16: ich mag das nicht dass du das machst und das bedeutet Nicht dass wir alles was sie konsumieren und alles, was die sich anschauen.

00:38:23: Und alles was Sie dann raus hauen weil Jugendliche können ordentlich raushauen.

00:38:27: Dann da sitzen sagen interessant jetzt lass uns das mal anschauen und keine Ahnung was sondern es geht ja darum und deswegen sprechen über die alternative Geschichte oder die Alternative Erzählung und nicht Übergegenerzählungen eine Alternative dazu zu stellen.

00:38:45: also du sagst mir Du findest das Thema XY so und so.

00:38:50: Und ich sage, puh!

00:38:52: Ich kann persönlich damit jetzt nichts anfangen aus dem und dem Grund Grenze gesetzt ohne die Gegenüberperson angegriffen zu haben sozusagen und ich sehe das so.

00:39:04: und dann stehen sozusagen zwei Erzählungen nebeneinander und oft die Erfahrung gemacht natürlich sind vierzehn fünfzehn sechszehn siebzehn Jahre die sagen dann nicht Danke für diese tolle Reflexionsrunde, Mama.

00:39:16: Die du mit mir hattest oder auch in der Beratung, ne?

00:39:20: Sondern ... oder keine Ahnung was manchmal auch gar nichts und gehen dann raus oder so.

00:39:25: aber ich habe die Erfahrung gemacht dass es tatsächlich nachwirkt und alleine das es im Raum steht ist dass das Angebot da

00:39:33: ist.

00:39:33: Das ist schon unglaublich wertvoll.

00:39:35: Das ist die eine Geschichte Und die zweite zu zu der Radikalisierungsthematik und wie man da ran gehen kann.

00:39:47: Leise und schleichend finde ich ein bisschen schwierig, weil wenn ich mit Eltern spreche und sie dann sagen die hat sich dann ganz plötzlich verändert und wir so ein bisschen gemeinsam überlegen was denn die letzte Zeit passiert ist?

00:40:07: Was ich denn getan habe?

00:40:08: Was denn so aufgefallen ist?

00:40:09: Dann merkt man dass es eigentlich nicht so leise war Änderungsprozesse vielleicht einfach verschwinden oder man denkt keine Ahnung, die ist jetzt schlecht drauf.

00:40:22: Oder man weiß auch gar nicht wie man das einzuordnen hat.

00:40:25: Man kennt sich vielleicht auch gar nie aus als Elternteil oder auch als pädagogische Fachkraft sozusagen es verunsichert und so weiter.

00:40:33: Und dann plötzlich also dass ihr immer die Erzählung.

00:40:36: plötzlich war dann die Veränderung da.

00:40:38: Blitzradikalisierung heißt es ja oft auch in den Starkzeilen sozusagen Und da ist es ganz wichtig, dass... Das klingt jetzt sehr plump.

00:40:52: Aber das ist tatsächlich die Grund, die Base von unserer Arbeit.

00:40:56: in Beziehung zu bleiben.

00:40:58: und In Beziehungen bleiben heißt auch auszuhalten diesen Widerstand von deinem Gegenüber diesen vierzehnerigen Buben der dir erzählt wie die Welt zu laufen hat und dass du keine Ahnung hast Auszuhalten und trotzdem in Beziehen zu bleiben Die Dinge besprechbar zu machen und auf der anderen Seite Momente zu schaffen, die nichts mit dieser Thematik zu tun haben.

00:41:23: Ja, wir können auch Dinge machen.

00:41:25: Wir können auch einen Ausflug machen oder wir können ein Abendessen essen ohne dass wir uns jetzt über deine politischen Einstellungen oder sonst was die grenzwertig sind oder die grenzwertig werden unterhalten müssen sondern wir können immer noch in Beziehung sein und in Bezung bleiben weil das die Base der Interventionen ist.

00:41:48: wie sagen zum Beispiel auch dass jede Beziehungsjede Intervention anhand Beziehung erfolgreich sein kann.

00:41:55: Wir haben viele Personen, die dann sagen können nicht mein fünfzehnjähriges Kind zu euch und dann redet dann zweimal mit dem und dann pufft das alles.

00:42:03: Dann passt es wieder?

00:42:04: Ja.

00:42:04: Das haben auch auf Lehrkräfte.

00:42:08: ich kann absolut nachvollziehen eh bei den Ressourcen oder bei keine Ressousten denen sie haben, dass wir alles leisten müssen aber dann kommt doch mal für ein drei Stunden Workshop und dann verpuffed ist sondern ich kann nicht eh machen.

00:42:20: also ihr könnt eh reinkommen.

00:42:22: Aber es braucht Beziehung, diese Sachen überhaupt besprechbar zu machen.

00:42:25: Vertrauen und eine gute Ebene sozusagen!

00:42:28: Ich würde den Eltern raten ein bisschen abseits von Selbst- und Fremdgefährdung – das ist ja die Basis – aber mal runterzukommen und zu chillen und von diesem Alarmismus und alles ist schlecht und alles is ganz, ganz schlimm herunterzukommen.

00:42:42: Und mal zu schauen welches Bedürfnis könnte hinter dem liegen was das Kind oder Jugendliche gerade äußert?

00:42:50: Weil oft erfüllen Radikalisierungen auch eine bestimmte Funktion.

00:42:55: Und wenn wir herausfinden, welche Funktionen und welche Bedürfnisse dahinterstecken, dann können wir vielleicht Alternativen für diese Bedürfenesterfüllung finden abseits von dieser radikalen Idee oder den extermistischen Erzählungen.

00:43:12: Wir haben übrigens im Buch ein ganzes Kapitel darüber geschrieben wie man mit Jugendlichen darüber sprechen kann und auch, wie man über Radikalisierungsprozesse aber auch über Social Media- und problematische Inhalte sprechen kann.

00:43:28: Also auch ein hilfreiches Buch für Eltern?

00:43:33: Ja, total spannend!

00:43:37: Vor allem finde ich auch dieses... eher das Wort Beziehung ist jetzt einfach total oft gefallen.

00:43:43: Nämlich eben auf der Gegenseite, also eben auf die andere Erzählung und die anderen Personen.

00:43:51: Die arbeiten ja auch auf der Ebene der Beziehung.

00:43:55: Und das muss ich dann halt natürlich auch so schaffen mit meinen Kindern und Jugendlichen.

00:44:01: Also wenn die Anderen jetzt über Beziehungen versuchen, dann muss ich eigentlich noch umso stärker an dieser Beziehungsarbeiten.

00:44:08: Genau!

00:44:09: Auf jeden Fall... ...und diese nicht zu katten.

00:44:12: Manchmal ist es mir zu anstrengend.

00:44:15: Wenn du das und das machst, dann ist es vorbei usw.

00:44:17: Sondern den Jugendlichen zu zeigen... Ich finde das gerade vielleicht nicht gut was du machst oder ich finde das nicht gut, was du machst also halten oder bestimmte Aussagen

00:44:27: usw.,

00:44:30: aber den Raum offen zu lassen für wenn du kommen willst bin ich da!

00:44:34: Und dass is in Ordnung so und du bist ja nicht fertig gemacht oder verurteilt oder sowas.

00:44:41: Ich bin da und deine Base stabil Ähm, die innere Sicherheit auch den jungen Menschen zu geben.

00:44:47: Weil wenn wir sie ihnen nicht geben es gibt genug Akteurinnern Die die Erzählung haben ich kann dann Familienersatz werden.

00:44:55: Ich kann da immer mal ersatzwerden Wir gründen hier eine Familie für dich oder auch andere Bedürfnisse.

00:45:02: also wir arbeiten ja in der Beratungsstelle mit dem Identitätsmodell von Petzold ähm Sozusagen auf fünf Säulen, die Identität des Menschen.

00:45:10: Auf fünf Söllen gründet zum Beispiel die soziale Netzwerkleistung, Werte, Körper, psychische Gesundheit usw.

00:45:20: Also wenn das alles so ein bisschen niedrig ist und nicht gut gefüllt ist zu schauen wie kann ich das füllen?

00:45:27: Weil solche Akteurinnen eben ganz gut darin sind Antworten darauf zu finden wie du das ganz schnell ganz einfach fühlen kannst.

00:45:36: ne

00:45:38: Und vor allem diese Art der Elternarbeit ist ja auch eine, die ich mir jetzt nicht nur im sprichwörtlichen Sinne leisten können muss.

00:45:49: Also sei das jetzt von einer Zeit wo ich sage okay ich habe überhaupt die Möglichkeit zeitlich mit meinen Kindern in diesen Austausch zu gehen.

00:45:57: Das ist vielen Eltern einfach gar nicht möglich in der heutigen Zeit.

00:46:04: also es heißt es hat einen ökonomischen Hintergrund und zum anderen ist es aber auch glaube ich schon noch so.

00:46:09: Also mit diesen Themen haben wir als Eltern auch genug, selbst bei sich schon zu tun im Sinne von diese Einschätzungsfähigkeit.

00:46:16: Was brauche ich eigentlich selber?

00:46:18: Ich meine es aus eigener Erfahrung.

00:46:19: Ich bin sozusagen mein Selbst-Einzuschätzen-Feld am schweren Genug oft im Alltag mit sich selbst.

00:46:27: Das heißt wie sehr siehst du das als Thema was einfach so ein... Ökonomischen und auch Fähigkeitshintergrund einfach zu sagen.

00:46:37: Ich habe methodisch überhaupt die, bin ja nennen in der Lage diese Weder-Selbsteinschätzung noch die Einschätzungen bei meinem Kind zu machen weil ich einfach ... Weil es mir niemand beigebracht hat, weil ich selber einfach zuschöpft bin vielleicht oder vielleicht kompetenzmäßig nicht gelernt hab.

00:46:51: Wie sehr siehst du das als Hindernis um da tatsächlich Beziehung aufzubauen?

00:46:55: Oder ist das was ihr mitbekommt?

00:46:57: Ja... Das ist so wichtig.

00:46:59: Danke Maxas für das erwähnst.

00:47:01: Das ist so unglaublich wichtig, den Aspekt zum Beispiel auch vom ökonomischen Kapital oder der Klasse selbst.

00:47:07: Also wir haben viele Eltern deren Kinder vielleicht in einer problematischsten Situation stecken gerade oder bei uns auch in Beratung sind.

00:47:18: Und wir denken uns, wo sind denn die Eltern eigentlich?

00:47:20: Und dann sieht man sie sind mit ganz anderen Fragen auch existenziellen Fragen einfach beschäftigt.

00:47:27: Um diese sich kümmern müssen sozusagen und haben nicht die Privilegien.

00:47:34: So traurig es auch klingt, ist eine Lebensrealität sich mit ihren Kindern intensiv auseinanderzusetzen.

00:47:40: Weil sie vielleicht erst mal das Überleben ihrer Kinder sichern müssen.

00:47:44: Das ist so

00:47:44: wichtig!

00:47:46: Ich glaube dass da eine Ebene gibt nämlich zum einen das anzuerkennen und das auch Sichtbauen zu machen und auszusprechen also wenn wir zB Eltern haben oder die bei uns dann sind in der Beratung und so weiter, und die eigentlich überfordert sind auch mit allem das Auszusprechen, das anzuerkennen.

00:48:12: Das ist schon so viel wert weil auch ich glaube dass was Eltern manchmal leisten und auch marginalisierte Personen oder Personen in schwierigen Lebenslagen, dass es so unsichtbar würde ich sagen das an zu erkennen, das ist der erste Schritt.

00:48:27: und das zweite ist Ich habe manchmal die Erfahrung gemacht, dass manches Wissen an Netzwerken ja auch nicht jedem gleich zugänglich ist.

00:48:39: Also das Wissen darüber wo ich mir auch zum Beispiel als Elternteil aber auch als Kind jugendlicher Unterstützung holen kann welche zb kostenfreien Angebote es gibt und so weiter.

00:48:50: also dieses Wissen ist ja auch ungleich verteilt sozusagen und da ein bisschen zu schauen welche Angebote sind da und das Wisten zur Verfügung zu stellen, die passen können.

00:49:04: Aber auch die Lebensrealität von den Eltern, von der Familie aber auch des Kindes, der Jugendlichen.

00:49:12: intersektional nochmal mitzudenken einfach.

00:49:15: Unterschiedlichste Differenzkategorien mitzedenken und zu schauen okay wo stehen die jeweiligen Personen?

00:49:22: Und wie kann man sie auf beste Art und Weise begleiten genau und da einfach sie auch in der Sorge ernst zu nehmen.

00:49:34: Und ich glaube, wenn Sie bei uns sind, dann ist die Bereitschaft da sich mit ihren Kids auseinanderzusetzen sozusagen.

00:49:41: Manchmal fehlt irgendwie das Know-how darüber.

00:49:54: Was würdest du denn sagen?

00:49:56: Vielleicht gesinnert es sehr in so ... grob von den Themen.

00:50:03: Vielleicht wäre man so ein bisschen granularer zum Thema, weil ich finde es total spannend.

00:50:08: Ich könnte mich jetzt noch ewig unterhalten über sozusagen diese Zusammenhänge und im Gesamten aber vielleicht wenn wir mal so bis hier runterbrechen.

00:50:15: Wir gehen jetzt in den Serviceteil der Folge über sozusagen!

00:50:21: Der Serviceteil der Folge als... Jetzt hast du geklingelt?

00:50:25: Marlene, also kriegst du ein

00:50:26: Paket?!

00:50:27: Nein das ist

00:50:28: meine Tochter die nach Hause kommt und immer Sturm klingelt.

00:50:31: Ah, sehr gut!

00:50:43: Was würdest du denn sagen?

00:50:45: Wo ist es denn so wo Kinder heute online unterwegs sind.

00:50:49: Was sind denn so Dinge die man gibt so Trends Phänomene oder grundsätzlich Räume online die erwachsenen überhaupt nicht am Schirm haben, wo man sagt, hey schau mal das ist jetzt das was sich Kinder oder Jugendliche gerade online erleben.

00:51:06: Da solltest du mal ein Auge draufhaben.

00:51:08: ganz praktikable Dinge wo ihr sagt ja da sollte man schon einmal drüber reden ob es sinnvoll ist wenn man sich diesen Dingen widmet.

00:51:15: als Jugendlicher

00:51:19: ich glaube es macht.

00:51:19: auf jeden Fall Sind diese klassischen Plattformen über die immer gesprochen wird, sich die mal anzuschauen.

00:51:28: Also wenn man diese Podcast-Folge hoffentlich gehört hat bis zum Ende dann in der App sozusagen mal TikTok runterzuladen oder auch das Kind zu fragen oder die Jugendliche hier zu fragen im Haus wollen wir uns diese Plattform mal anschauen und was wird dir denn in deiner For You Page?

00:51:47: Seite, die dir vom Algorithmus sozusagen bespielt wird und endlich anhand deiner Interessen gemeinsam durch zu scrollen und zu schauen was da gerade abgeht.

00:51:57: Es gibt wenn wir schon bei Wissenteilen sind Angebote darüber die man sich anschauen kann welche Trends zum Beispiel in dem Monat gerade voll aktuell sind.

00:52:08: es gibt diese Jugendinfo den Newsletter der man abonnieren kann Und dann kriegt man einmal im Monat eine Mail und schaut sich die aktuellen Trends an, was gerade so am Laufen ist.

00:52:26: relevant sind, genau.

00:52:28: Es gibt unterschiedliche Plattformen die auch unterschiedliche Funktion erfüllen.

00:52:31: zum Beispiel ich habe mir letztens von meine Klientin Snapchat noch mal ewig lang erklären lassen weil das wieder voll am kommen ist.

00:52:38: sie hat mir dann erklärt dass es eher eine Kommunikationsplattform.

00:52:41: was aber auch interessant ist ist dass es als Dating-Plattform eigentlich mittlerweile fast schon genutzt wird und so dass random Menschen dich anschreiben und du dann schaust ob es passt usw.

00:52:51: Und dann kann's eben auch passieren dass du new zu dir sowas zugeschickt bekommst.

00:52:58: Und dann gibt es Plattformen, die für Kommunikation und so weiter genutzt werden und eben diese klassischen Plattform.

00:53:06: Ich würde sagen das worüber am meisten gesprochen wird oder wenn auffällt, dass die Kids gerade über was sprechen einfach zu fragen und neugierig zu sein mit Neugier anzugehen und zu sagen hey wo ist das?

00:53:18: Woher hast Du das?

00:53:18: umso weiter und dann mutig zu.

00:53:34: Ich bin gerade leicht abgelenkt, weil gerade alle hier reingekommen sind.

00:53:44: Also ich glaube es war jetzt eigentlich eher auch schon dieser Serviceteil den wir ja gerne immer noch einbinden.

00:53:52: zum Schluss der sehr hilfreich war vielleicht auch nochmal Auch als Serviceteil, also wo finden dich eigentlich dann die Leute?

00:54:05: Wo können sie deine Arbeit unterstützen oder eben auch die deiner Deiner Kolleginnen.

00:54:11: Also man findet uns am einfachsten auf unserer Homepage.

00:54:16: This is a little storytelling von unten.

00:54:18: Punkt ich glaube kommen genau dort findet man auch unsere ganzen Kontaktdaten aber auch unsere unterschiedlichsten Angebote Und ich lege jedem, wenn nicht das so ganz werbetechnisch in die Kamera halten darf.

00:54:32: Unser Buch ans Herz da ist noch mal eben im theoretischen Teil sozusagen, wenn sich auch Eltern sich damit ein bisschen beschäftigen wollen, die können einfach den ersten Teil dann leben und der zweiten auslasten.

00:54:44: also die Grundlage ein bisschen, ein bisschen Verständnis für Social Media und welche Bedeutung dass wir unsere Jugendlichen hat zu entwickeln.

00:54:51: Und wenn es um die Fragen von Extremismus und Radikalisierung geht, dann können Sie sich jederzeit gerne bei der Beratungsstelle Extremismus melden.

00:55:00: Da einfach beratungsstellen extremismus.at.

00:55:03: da finden sie dann alle Kontaktdaten.

00:55:07: Genau!

00:55:08: Da kommt alles in unsere Show-Notes.

00:55:14: Packen wir alles in die Show-Note?

00:55:18: Wenn du ... Du hast jetzt eh schon Eltern sozusagen Dinge konkret geraten.

00:55:24: Wenn du dir eine Abschlussfrage immer von uns sagst, wenn du dir was wünschen dürftest, was passieren sollte in Bezug auf das Thema Jugendliche und Internet?

00:55:32: Was wäre denn dieser Wunsch an?

00:55:37: Man darf sich auch so an wen du es wünscht!

00:55:39: Also ein Wunsche den du gerne in der Realität sehen würdest.

00:55:47: Ich würde mir tatsächlich Mut wünschen.

00:55:50: Mut von Kolleginnen, von Multiplikatorennen.

00:55:55: Mut diese Plattform zu bespielen und auf diesen einfach vorhanden zu sein und präsent zu sein Und diese Räume sozusagen zu bespielen Diese Bühne für sich zu nutzen um unsere Jugendlichen einfach dort nicht alleine zu lassen und dass ganz viele Menschen ganz viel Content basierte Arbeit machen Und dass ihr alle unser Buch kauft, genau.

00:56:20: Das auch, okay.

00:56:25: Den zweiten kann man ganz konkret jetzt schon beginnen!

00:56:31: Sehr gut.

00:56:32: Wie du das erste machen könntest.

00:56:35: Ich empfehle mich.

00:56:36: vielen Dank für deine Zeit.

00:56:37: Es war ein sehr interessantes Gespräch.

00:56:39: Ich würde mich freuen wenn du noch mal zu uns kommst vielleicht in einem halben Jahr und wir uns nochmal über dieses Thema unterhalten können.

00:56:46: Wir wären sicher bis dorthin und selbst weitergebildet haben.

00:56:50: Und vielleicht mit neuen Fragen kommen.

00:56:53: zu dem Thema, was ich extrem spannend finde ist immer so diese... oder sagen wir mal so es ist bei vielen, bei den, bei Workshops und Gesprächen mit Eltern und so die selber gemacht habe dabei war usw.

00:57:07: und sofort ist dieses Thema ja eine Beziehung mit dem Kind aufzubauen wenn es um dieses Thema geht immer so ein bisschen der Side Note so.

00:57:13: Ah ja und übrigens wäre's auch gut wenn ihr euch dann noch über diese Sachen unterhalten wollt immer so.

00:57:16: das Gefühl ist sehr Ja, so eine Diskussion die halt das Kinderverhandeln lässt auf Social Media.

00:57:23: Man selber somit seinen Social-Media-Demonen zu kämpfen und das ist irgendwie alles parallel.

00:57:27: aber im Prinzip eigentlich was ich spannend fand oder wo ich jetzt immer mehr auch draufkomme dieses Beziehungsthema dass er da im Prinzip eine Form als Satzbeziehung ersetzt die vielleicht sonst nicht da ist auf einer Art und Weise Und da ein Vakuum gefüllt wird, seitens derer die wissen wie dieses Vakum zu füllen ist.

00:57:49: Sei das mit einfachen und oft falschen Antworten aber mit zumindest Antworten und einfach da zu sein.

00:57:54: Bisher im Prinzip zumindest der Anfang für die Erkenntnis dass man da wenn man die Möglichkeiten hat dort ansetzen kann und ansetzen sollte und das finde ich extrem wertvoll sich da immer wieder dran zu erinnern.

00:58:06: also vielen Dank von meiner Seite dafür.

00:58:09: Danke ja Ja wirklich sehr

00:58:13: spannend.

00:58:14: Danke auch für die Einladung.

00:58:15: Es war mir eine Freude!

00:58:18: Sehr schön, Marlene wir sehen uns nächste Woche nicht.

00:58:23: Wir kündigen jetzt unsere Sommerpause an.

00:58:25: Für

00:58:26: alle die bis hierhin zugehört haben

00:58:34: Die hört von uns sehr brav bis durch muss man sagen.

00:58:37: Also es ist tatsächlich so wenn uns wer hört dann auch wirklich lang.

00:58:41: also insofern Sommerpause Entschuldige, ich wollte es nicht unterbrechen.

00:58:45: Nein!

00:58:46: Sommerpause, Sommerpause ist gut.

00:58:48: Wir machen den August-Sommerpause und sehen uns dann erholt im September wieder und freuen uns dann wenn's wieder heißt Kopf hoch

00:58:59: Technologien im Griff und nicht dem Weg.

00:59:02: So ist das Bis dahin.

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